Richelsdorf

Arsenbelastung durch Bergbau: Gefahr für Kinder! Spielplätze bleiben gesperrt

Die marode Zufahrtsbrücke zum Spielplatz und des Minigolfplatzes in Richelsdorf
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Die marode Zufahrtsbrücke sorgt für Verzögerungen: Die Sanierung des kontaminierten Bodens des Spielplatzes und des Minigolfplatzes muss noch warten.

Der Spielplatz in Richelsdorf, der wegen der Bergbau-Altlasten seit sechs Jahren gesperrt ist, wird wegen der maroden Zufahrtsbrücke auch in diesem Jahr noch nicht wieder in Betrieb gehen.

Richelsdorf – Das Gleiche gilt für den neuen angrenzenden Minigolfplatz, der noch gar nicht in Betrieb genommen war und der ebenfalls sehr stark mit Arsen belastet ist. Die Hoffnung auf eine Eröffnung in diesem Jahr hat sich zerschlagen.

Das Problem ist, dass vor einer Sanierung des Bodens die Brücke über den Bach Weihe saniert werden muss. Sie ist für die Lastwagen die einzig mögliche Zufahrt zu den Spielplätzen. „Wir hatten zunächst geplant, die Brücke und die Zufahrtsstraße neu zu bauen“, berichtet Bürgermeister Alexander Wirth. Eine Kostenschätzung habe diese Pläne aber zerschossen. „Um Kosten zu sparen, planen wir jetzt, die bestehende Brücke als Provisorium herzurichten, um sie für die schweren Lkw befahrbar zu machen.“ Das letzte Wort hat der Gemeindevorstand. Die Gemeinde ist auch mit dem Ortsbeirat im Gespräch.

Kontaminierte Erde der beiden Plätze muss bis 2023 entsorgt sein

Die kontaminierte Erde muss abtransportiert und die neue Erde antransportiert werden. Die Gemeinde rechnet mit etwa 3400 Lkw-Fahrten. „Bis Ende 2023 müssen wir die kontaminierte Erde des Spielplatzes und der Minigolfanlage auf der Halde hinter dem ehemaligen Betriebsgelände der Richelsdorfer Hütte entsorgt haben. Sobald das Problem der Zufahrt zu den Spielplätzen geklärt und gelöst ist, sollten wir starten können“, betont Wirth.

Davor wartet aber noch viel Arbeit im Hintergrund – auch für die sowieso schon sehr stark mit anderen Projekten belasteten Mitarbeiter des Bauamtes der Gemeinde. Dazu gehört unter anderem die Ausschreibung der Arbeiten. Auch die Firma, die dann den Zuschlag bekommt, muss erst mal die Fertigbauteile für die Brücke herstellen, erläutert Bürgermeister Alexander Wirth.

300.000 Euro für Sanierungen der arsenbelasteten Gemeindeflächen in Richelsdorf

Die Gemeindevertretung Wildeck hatte im Juni 2019 grünes Licht dafür gegeben, außerplanmäßig 300.000 Euro bereitzustellen, um die stark mit Arsen belasteten, gemeindeeigenen Flächen Minigolfplatz, Spielplatz, Backhaus und das Grundstück Kupferstraße 20 in Richelsdorf zu sanieren.

Das Ergebnis der Nachuntersuchungen auf insgesamt 23 privaten, arsenbelasteten Grundstücken von 18 Eigentümern im Wildecker Ortsteil Richelsdorf erwartet das Regierungspräsidium Kassel erst Ende September. Zurzeit läuft die Auswertung. (René Dupont)

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