Festakt zu 100 Jahren Turnverein Germania - Verein mit bewegter Geschichte

Sport kürzt die öde Zeit

Dr. Dennis Sawellion vom Deutschen Turnerbund: Er gratulierte mit der Jubiläumsplakette und dem Fahnenband. Der Vizepräsident überreichte zudem zwei Gutscheine für die Ausbildung zu Übungsleitern an Vorsitzende Elisabeth Giptner-Mengel. Foto: Vöckel

NENTERSHAUSEN. 100 Jahre Turnverein Germania Nentershausen – das ist ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Gefeiert wird das Jubiläum mit mehreren Veranstaltungen in diesem Jahr. Der Auftakt war ein Festakt mit Mitgliedern und Gästen in der Tannenberghalle.

„Der Turnverein Germania Nentershausen hat Geschichte geschrieben.“ Für Vorsitzende Elisabeth Giptner-Mengel waren die 100 Jahre des Bestehens eine bewegte Zeit. Viel habe sich in dem Jahrhundert ereignet. Allein in der ersten Hälfte seines Bestehens musste der Turnverein zwei Weltkriege überstehen.

Dieser Abschnitt sei aber auch von einem Mann geprägt worden: August Hupfeld. Der Lehrer habe Spuren hinterlassen wie kein anderer. „50 Jahre war August Hupfeld der Vorsitzende unseres Vereins, von der Gründung bis 1961“, würdigte Elisabeth Giptner-Mengel die einmalige Leistung des ersten Vereinsvorsitzenden, dessen Bild auf der Bühne zu sehen war.

Die Vorsitzende zitierte Joachim Ringelnatz: „Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine, kürzt die öde Zeit, und er schützt uns durch Vereine vor der Einsamkeit.“ Dieses Gedicht treffe auf den Jubiläumsverein zu. Der Turnverein biete seit Generationen den Mitgliedern ein vielseitiges Angebot im Breiten-, Gesundheits- und Leistungssport.

Die vielen Aktivitäten des Vereins bereicherten das Zusammenleben der örtlichen Gemeinschaft.

Der Verein hat heute 20 Abteilungen und 598 Mitglieder.

Die Besucher der Jubiläumsfeier, die noch nicht Mitglied sind, forderte Vorsitzende Elisabeth Giptner-Mengel zu einer kleinen Fingerübung auf: „Damit Sie fit bis ins hohe Alter bleiben: Unterschreiben Sie eine Anmeldung.“ Der Aufruf hatte Erfolg. Marc von Baumbach und Stephan Rieß wurden als Mitglieder Nummer 599 und 600 noch in der Festveranstaltung aufgenommen.

Erfahrungen fürs Leben

Von seinen persönlichen Erfahrungen als Mitglied im Turnverein Germania berichtete Bürgermeister Ralf Hilmes. Seine Erlebnisse als Kind und Jugendlicher in den Turnerriegen seien unvergessen. „Das waren Erfahrungen fürs Leben, geprägt von Gemeinschaft, Freundschaft und Kameradschaft, die ich nicht missen möchte“, sagte der Bürgermeister. Für ihn sei es eine Herzensangelegenheit, den Verantwortlichen von damals für ihr Engagement zu danken.

Auch für Ortsvorsteher Kurt Gawletta ist der Turnverein Germania ein Stück Heimat. „Hinter dem Vorhang auf der Bühne hat mir Manfred Burghardt das Boxen beigebracht. Das war der Einstieg in eine erfolgreiche Karriere als Amateurboxer“, erzählte der Ortsvorsteher. Er ist bis heute Mitglied und immer noch aktiv. Musikalisch wurde der Festakt vom Posaunenchor Sontra gestaltet.

Von Herbert Vöckel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.