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Stadt Borken übernimmt Ronshäuser Krippenweg

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Von: Daniel Göbel

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Die Heiligen Drei Könige: Auch sie sind in der 200 Krippen umfassenden Sammlung von Edeltraut Kötter und ihrem verstorbenen Ehemann Eugen Balduf vertreten. Archivfotos: Peter Gottbehüt
Die Heiligen Drei Könige: Auch sie sind in der 200 Krippen umfassenden Sammlung von Edeltraut Kötter und ihrem verstorbenen Ehemann Eugen Balduf vertreten. Archivfotos: Peter Gottbehüt © Peter Gottbehüt

Der Ronshäuser Krippenweg wurde von Krippenbauer Eugen Balduf und seiner Ehefrau Edeltraut Kötter über viele Jahre gemeinsam organisiert.

Ronshausen/Borken –Nun soll er ein neues Zuhause in der Stadt Borken finden. Nach dem Tod von Eugen Balduf im März dieses Jahres wurden die insgesamt 200 Krippen mit dazugehörigen Bildern und Musik an die Borkener Standortförderungsgesellschaft mbH verkauft, berichtet Edeltraut Kötter. Die Idee zu dem Krippenweg sei ihnen damals beim Besuch einer anderen Krippenausstellung gekommen. „Mein Mann hat sich dann weitergebildet, hat Kurse zu unterschiedlichen Materialien und Techniken besucht“, so Kötter.

Angefangen hat alles mit 23 Krippen. Später stellte die Gemeinde die Räumlichkeiten im Haus des Gastes zur Verfügung und die Ausstellung wuchs Jahr für Jahr. Beim letzten Ronshäuser Krippenweg im Winter 2018 besuchten rund 1000 Menschen die weit über Hessen hinaus bekannte Veranstaltung, pro Tag kamen etwa drei Besuchergruppen teils sogar mit Bussen an. Auch durch den Ort zogen sich verschiedene Stationen in den Gärten der Bewohner.

Krippenhaus Ronshausen: Edeltraut Kötter und Eugen Balduf im Jahr 2019 im Präsentationsraum.
Krippenhaus Ronshausen: Edeltraut Kötter und Eugen Balduf im Jahr 2019 im Präsentationsraum. © Peter Gottbehüt

„Ich freue mich, dass der Krippenweg in einer neuen Stadt mit neuem Konzept fortgeführt wird. Das ist absolut im Sinne meines Mannes“, so Kötter. Für die neuen Besitzer hatte Eugen Balduf extra einen Brief hinterlassen mit der Nachricht: „Es ist viel Arbeit, aber es lohnt sich.“

Das größte Problem ist der Platz, den es braucht, um die 200 Krippen und Bilder unterzubringen. So hatte auch die Gemeinde Ronshausen versucht, den Krippenweg zu behalten. Diese Idee scheiterte aber an der Frage nach Lagermöglichkeiten, Organisation und der Betreuung von Besuchergruppen. Die größte Figur des Krippenwegs misst 1,40 Meter, die kleinste gerade einmal ein Zentimeter. Momentan lagerten die Krippen und Figuren noch im Haus von Heinz Klingenhöfer in Ronshausen.

Krippenweg

Der Ronshäuser Krippenweg wurde von den beiden Initiatoren Eugen Balduf und Edeltraut Kötter gestaltet und beinhaltet mehr als 40 Stationen mit über Krippen aus verschiedenen Ländern. Kerzen und Engel zeigen den Besuchern den Weg. Jede Krippe und Figur ist handgemacht individuell gestaltet. Finanziert hat das Ehepaar den Ronshäuser Krippenweg über Spendengeld. Zusätzlich wurden die Krippen auch mit passenden Bildern versehen und mit weihnachtlichen Klängen unterlegt. 

Für ihren Ehemann gehe damit ein Wunsch in Erfüllung, den er vor seinem Tod noch ausgesprochen habe. Nämlich, dass die Krippen als Sammlung erhalten bleiben und in einer anderen Kommune den Menschen künftig so viel Freude bereiten wie in Ronshausen. „Meinem Mann ging es darum, dass sein Lebenswerk, in das er soviel Kraft gesteckt hat, erhalten bleibt.

Umso schöner ist es, dass wir ihm diesen Wunsch nun erfüllen konnten. Für die Stadt Borken sei es eine tolle Chance, um die Stadt in der Vorweihnachtszeit zu beleben. Es biete die Möglichkeit, etwas mit der gesamten Familie zu unternehmen. (Daniel Göbel)

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