Startschuss für Einkaufspassage in Rotenburg möglich

Parkplatz Altes Amtsgericht: Auf ihm könnte ein neues Gebäude für Geschäfte und Wohnungen errichtet werden. Parkplätze sollten möglichst erhalten bleiben. Archivfoto: Schäfer-Marg

Rotenburg. Die Weichen für eine Umgestaltung des Parkplatzes Altes Amtsgericht in Rotenburg sollen am Donnerstag von den Stadtverordneten gestellt werden: Sie entscheiden über die Aufstellung eines Bebauungsplans für eine mögliche Einkaufspassage mit dem Arbeitstitel „Ro-yal“.

Der Haupt- und Finanzausschuss hatte bereits am Dienstag die Aufstellung des Plan einstimmig befürwortet. Geschmunzelt wurde über den von Stadtplaner Heinrich Wacker gewählten Titel, den Bürgermeister Christian Grunwald charmant findet. Die Innenstadtplanung in Rotenburg wird derzeit vorangetrieben mit dem Blick auf zwei Entwicklungsmöglichkeiten: mit und ohne City-Outlet.

Zur Erinnerung: Für das City-Outlet würden zwei so genannte Anker-Einheiten benötigt, also zwei zusätzliche Gebäude mit großzügigen Verkaufsflächen. Ohne City-Outlet soll unter anderem Wohnraum in leer stehenden Geschäften geschaffen werden.

Impulse für Innenstadt

Das Pilotprojekt Einkaufspassage könnte für beide Varianten genutzt werden. Man verspricht sich eine Impulswirkung auf die Innenstadt, wie aus den Planungsunterlagen hervorgeht. Das Grundstück gehört komplett der Stadt. Ziel ist, mindestens die gleiche Anzahl der bestehenden Parkplätze zu erhalten.

Es geht um eine Gesamtfläche von knapp 7000 Quadratmetern, 3700 davon entfallen auf den eigentlichen Parkplatz. Ein zwei- bis dreigeschossiger Gebäudekomplex kann entstehen, für den ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden soll. Zwei Planungsvarianten sollen dabei bearbeitet werden:

• Historisches Design mit umgebender Stadtmauer, Stadteingangstoren und Fachwerkkulisse im ersten und zweiten Geschoss mit integrierten Parkplätzen auf dem Gesamtgelände.

• Hochmoderne Gebäudefassade, die es ermöglicht, unabhängig von Energiezufuhr zu bleiben.

Die geplante Verkaufsfläche pro Geschoss soll mindestens 2000 Quadratmeter umfassen. Das Erdgeschoss ist für einen Lebensmittelmarkt vorgesehen, das erste Obergeschoss für Bekleidung, das zweite Geschoss auch für Gastronomie, Büros und Wohnungen.

Wenn der Bebauungsplan aufgestellt wird, muss auch eine Auswirkungsanalyse erarbeitet werden, um nachzuweisen, dass der Bau nicht den Zielen der Landes- und Regionalplanung widerspricht.

Die Stadtverordneten tagen am Donnerstag ab 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Die Sitzung ist öffentlich.

Von Silke Schäfer-Marg

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