Straße zum Nentershäuser Industriegebiet Reichenberg muss dringend saniert werden

Loch an Loch: Die Straße, die kurz vor dem Nentershäuser Ortsteil Dens abzweigt und zum Gewerbegebiet Reichenberg führt, ist in desolatem Zustand. Auf dem Foto links sieht man im Hintergrund Dens, auf dem Foto rechts Teile des Gewerbegebiets. Fotos: Dupont

Nentershausen/Dens. Die Straße, die zum Industriegebiet Reichenberg führt, ist in einem katastrophalen Zustand.

Die Löcher werden immer tiefer. Auch das Flicken hilft nicht mehr.

Seit über zehn Jahren drängt die Gemeinde Nentershausen darauf, Zuschüsse für die Sanierung der Gemeindestraße Reichenberg zu bekommen. Bislang sind die Bemühungen der Gemeinde, der Gemeindevertretung und des Ortsbeirats Dens vergeblich geblieben. Jetzt nimmt die Schutzschirmkommune, die das Projekt allein nicht stemmen kann, einen neuen Anlauf.

Im Juni 2015 hat die Gemeinde ein Fachbüro beauftragt, ein Baugrund- und Gründungsgutachten zu erstellen, berichtet Bürgermeister Ralf Hilmes. Das Ergebnis sei eindeutig. Der Unterbau sei nicht so stabil, wie es für eine Gemeindestraße der Fall sein müsse. Unter anderem sei auch der Frostschutz nicht ausreichend. Laut Gutachten reicht eine oberflächliche Sanierung nicht. Die etwa 650 Meter lange Straße muss grundlegend saniert werden.

„Die Asphaltschicht ist so dünn und der Unterbau so schlecht, dass Reparaturen von einzelnen Löchern oder kleinen Abschnitten nur kurz halten“, berichtet der Bürgermeister. Das Argument, die Verkehrsdichte auf der Straße sei nicht so groß wie in Ballungsräumen, will Bürgermeister Hilmes nicht gelten lassen. Die Sanierung der Straßen im ländlichen Raum sei genauso wichtig. Hilmes sieht die geringere Verkehrsdichte sogar positiv: „Dann muss die Straße auch nur alle 40 Jahre saniert werden.“

„Immer wieder vertröstet“

Die Gemeinde sei immer wieder vertröstet worden. „Und immer wieder haben wir die Straße geflickt“. Bei der Straße reihe sich Loch an Loch. Dieser Zustand sei schon seit Jahren untragbar.

Bei drei Straßen ist es der Gemeinde in den vergangenen Jahren gelungen, Zuschüsse vom Bund zu erhalten über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (Gvfg). Darin gewährt der Bund den Ländern Finanzhilfen für Investitionen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden. Zuschüsse hat die Gemeinde erhalten für die Sanierung der Gehwege in den Ortsdurchfahrten Süß und Weißenhasel und die Erneuerung der Straße Unter den Linden in Nentershausen.

Um Fördergeld zu erhalten, müssen die Gemeinden jedes Jahr einen Antrag stellen. Auf der Nentershäuser Dringlichkeitsliste für 2016 steht die Straße Reichenberg ganz oben. „Jetzt kämpfen wir dafür, auch für diese Straße endlich Zuschüsse zu bekommen“, betont der Bürgermeister. Die Gemeinde hofft, dass 75 Prozent der Kosten aus dem Fördertopf bezahlt werden.

In dem Gewerbegebiet sind fünf Gewerbetreibende angesiedelt, unter anderem der Automobilzulieferer bo parts mit etwa 40 Mitarbeitern am Standort Reichenberg.

Von René Dupont

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