Verkehrsminister Dieter Posch lässt Wirtschaftlichkeit untersuchen

Straßenbauämter auf Prüfstand

Hersfeld-Rotenburg. Die hessische Straßenbauverwaltung bekommt möglicherweise einen neuen Zuschnitt. Ämter für Straßen und Verkehrswesen stehen zur Disposition.

Dieses Gerücht hält sich hartnäckig bei Beschäftigten des ASV Eschwege, das für die Kreise Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg zuständig ist. Es wurde auch an Landtagsvizepräsident Lothar Quanz (SPD) herangetragen, der deshalb eine mündliche Anfrage an Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) gerichtet hat. Quanz hofft auf eine Antwort bei der nächsten Plenarsitzung Mitte Dezember.

Ulrike Franz-Stöcker, Sprecherin des Ministeriums, räumte ein, dass die hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung über erzielte Einsparungen von 35 Millionen bei Straßenbauten hinaus einen weiteren Konsolidierungsbeitrag leisten soll. Deshalb wurde die Wirtschaftsberatung PriceWaterhouseCooper mit einer Organisationsuntersuchung beauftragt. Diese Untersuchung sei noch längst nicht abgeschlossen, ein Ergebnis nicht in Sicht. Es gebe demzufolge auch keinerlei Pläne zur Zukunft der Dienststellen.

Eine Zusammenlegung der Ämter Eschwege und Kassel, so der Eschweger Abgeordnete Quanz, wäre ein tiefgreifender Einschnitt. Schon mit Blick auf die Straßenunterhaltung und den Winterdienst könne man sich nicht aus der Fläche zurückziehen. Im Werra-Meißner-Kreis gebe es aber auch noch eine Reihe von wichtigen Ortsumgehungen, die auf Realisierung warten. Beispiele sind Eschwege, Wehretal und Frieda.

Kooperation gibt es schon

Immerhin gibt es schon eine Kooperation der Ämter bei der A 44: Das Amt Kassel plant von Kassel bis Waldkappel, das Amt Eschwege von Wehretal bis Herleshausen.

Seit dem Sommer ist die Deges mit im Spiel, die Deutsche Einheit- Fernstraßenplanungsgesellschaft, die das Verkehrsprojekt deutsche Einheit beschleunigen soll.

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Von Werner Keller und Petra Wettlaufer-Pohl

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