Symbolischer Spatenstich für den Breitbandausbau in Weißenhasel

Zusammen mit der Telekom und vielen Weißenhaselern trafen sich die Mitglieder der Glasfaser-Initiative zum symbolischen Spatenstich. Unser Bild zeigt von links: Bürgermeister Ralf Hilmes, Telekom Regio-Manager Fuat Dalar und die beiden Mitglieder der Glasfaser-Initiative Horst Fey und Günther Wickenträger. Dahinter stehen von links Harald Ortmann und Thomas Müller von der Telekom.

Weißenhasel. Die lange Zeit der Planung ist vorbei -die Arbeiten am 20 000 Euro- Breitband-Projekt haben begonnen.

Die Freude sah man den Weißenhaselern rund um Bürgermeister Ralf Hilmes und der Glasfaser-Initiative Weißenhasel förmlich an. Vor sechs Monaten begann der fünfköpfige Arbeitskreis mit der Planung des Projekts. Die bisherigen Kupferleitungen werden an stärkere Glasfaserleitungen der Deutschen Telekom angeschlossen. Das verdreißigfacht den Datentransfer pro Haushalt auf garantierte 30Mbit pro Sekunde.

Was lange währt ...

Doch die Zukunft des Projekts sah zwischenzeitlich gar nicht so rosig aus. Denn zu Beginn lagen dem Arbeitskreis Angebote weit jenseits der 100 000 Euro vor.

Ebenso schwer zu bewältigen wäre ein zwischenzeitliches Angebot der Telekom gewesen, bei dem die Einwohner nicht nur die Verlegung der Leerrohre selbst organisieren und bezahlen hätten müssen, sondern zusätzlich ein Defizit von 40 000 Euro zu decken gehabt hätten.

Mitte November, beim offiziellen Angebot der Telekom, war von den 40 000 Euro dann keine Rede mehr. Lediglich das Verlegen der Leerrohre müssen die Weißenhaseler selbst stemmen.

Die ähnlich angelegte Initative der fünf nordhessischen Landkreise, bei der den Bürgern flächenddeckend leistungsstarkes Internet bereitgestellt wird, warf für den Arbeitskreis einige Fragen auf.

Bisher keine Auskunft

Zum einen, wann sie in Weißenhasel mit der Umsetzung beginnen würden, und zum anderen, ob mit Fördergeld zu rechnen wäre. Beides blieb, trotz Anfragen der Glasfaser-Initiative, bis dato ohne Auskunft vom Landkreis.

Doch auf Land und Bund war die Bürgerinitative auch nicht angewiesen. Die riesige Unterstützung aus der Bevölkerung ermöglichte die Realisierung des Projekts. So was gab es bisher noch nicht: „Diese Eigenfinanzierung und Planung ist in der Form einmalig in Hessen“, erklärt Horst Fey.

Ein Großteil der 160 Haushalte beteiligte sich an der kalkulierten Einmalzahlung von 200 Euro.

Dabei behandelte die Initiative alle Unterstützer gleich: „Ob ortsansässige Firmen, oder Haushalt, alle wurden fair behandelt und zahlten dasselbe,“ gab Horst Fey an. Das ermöglicht dem Arbeitskreis, überschüssiges Geld in gleichen Teilen zurückzuerstatten.

Stolz auf Leistung

Die Reden von Bürgermeister Ralf Hilmes und dem Mitglied der Initiative, Günther Wickenträger, machten nochmals deutlich, wie stolz sie auf das gesamte Projekt sind. Die bisher unterversorgte Kommune wird dank der guten Zusammenarbeit vorangetrieben. Ein wenig Enttäuschung schwang jedoch auch mit: „Schade, dass Land und Bund nicht halfen“, sagte Hilmes.

Von Pascal Ernst

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.