Gebührenerhöhung vertagt – es wird komplizierter

Tarif und Gesetz machen Kitas teurer

Baumbach. Eine Erhöhung der Gebühren für die Kindertagesstätten in Alheim ist vorerst vertagt worden. Um die Debatte hierzu nicht zweimal führen zu müssen, setzten die Gemeindevertreter am Dienstagabend die dazu vorgesehenen Tagesordnungspunkte einstimmig ab.

Man wolle Beschlüsse erst fassen, wenn klar sei, welche Mehrkosten durch den Tarifabschluss wirklich entstehen, erklärte Alheims Parlamentsvorsteher Marc Heinzerling.

Neben den Personalkostenerhöhungen durch den Tarifabschluss im Sozial- und Erziehungsdienst wirke sich laut Bürgermeister Georg Lüdtke auch die Umsetzung des Hessischen Kinderförderungsgesetzes ab dem 1. September negativ auf die Kindertagesstätten aus. Der Verwaltungschef stellte den Gemeindevertretern die sich ändernde Betreuungssituation im Detail vor.

Die Umsetzung stelle die Kommunen vor erhebliche Herausforderungen, erklärte Lüdtke. Deshalb werde die Kindergartenverwaltung auch wieder zentral ins Rathaus wechseln.

Um die Vorgaben des neuen Gesetzes einhalten zu können, seien Zusatzstunden erforderlich. Neben zwölf Wochenstunden für die Busbetreuung in der Kita Heinebach seien insgesamt 40 Stunden pro Woche für Vorbereitungszeiten und Leitungsfunktionen zu berücksichtigen.

CDU-Fraktionsvorsitzender Dieter Schönborn wollte vom Bürgermeister wissen, ob die neuen Gesetzesvorgaben mit dem vorhandenen Personal zu bewältigen seien, oder ob es Neueinstellungen geben müsse. Laut Lüdtke reicht das bisherige Personal aus.

Die nach dem neuen Kinderförderungsgesetz benötigten Wochenstunden sowie die Bereitstellung weiterer erforderlicher Betreuungszeit beschlossen die Gemeindevertreter einstimmig. (pgo)

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