Von kleinen Solaranlagen profitieren auch Existenzgründer

Technik aus Heinebach liefert Afrikanern Strom

Heinebach. Die Heinebacher Firma Sonnen-Systeme Projektgesellschaft, die zur Elektro-Kirchner-Gruppe gehört, hat in Afrika Fuß gefasst. Im November erst hat die Firma eine Filiale in Kigali in Ruanda eröffnet. Sie vertreibt dort Solarkoffer und so genannte Solar-Home-Systems – flexible Geräte, die die mithilfe von Sonnenkraft Strom produzieren.

Seit gut zwei Jahren ist Elektro-Kirchner in Afrika aktiv. Im Januar 2009 wurden zwei Filialen in Abidjan (Elfenbeinküste) eingerichtet, in Uganda sind acht Mitarbeiter in Filialen in Kampala und Luwero mit Verkauf und Installation der Sonnen-Systeme-Produkte beschäftigt. Außerdem gibt es Vertretungen und Partnerfirmern in Äthiopien, im Sudan, im Kongo, in Angola und in Südafrika. Kirchners Mann vor Ort ist Samuel Fan. Mehrmals im Jahr reist der aus der Elfenbeinküste stammende und in Kassel lebende 44-Jährige nach Afrika und kümmert sich um den neuen Markt.

Strom für ein Hotel

Das nächste große Projekt ist die Stromversorgung eines Hotels in der ugandischen Hauptstadt Kampala. „Kampala ist zwar elektrifiziert, aber unser Kunde möchte sich gegen die häufigen Stromausfälle absichern“, erklärt Samuel Fan. Installateure von Elektro-Kirchner sollen die Arbeiter auf der Baustelle anleiten. Die neue Anlage soll Fernseher und Ventilatoren mit Solarstrom in 54 Zimmern versorgen. Das Projekt soll Mitte nächsten Jahres abgeschlossen sein.

Hauptsächlich jedoch helfen die in Heinebach produzierten Geräte Privatleuten in Afrika, sich selbst mit Strom zu versorgen. Lampen, Kühlschränke oder Fernseher können so betrieben werden. Außerdem können Handys aufgeladen werden. Diese Möglichkeiten dienen häufig auch zur Existenzgründung, berichtet Samuel Fan: Wer sich einen Solarkoffer oder ein Home-System anschafft, kann gegen kleines Geld anderen Strom verkaufen.   2. Lokalseite

Von Silke Schäfer-Marg

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