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Tim Rudolph aus Ludwigsau ist Deutschlands bester Baustoffprüfer

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Von: Laura Hellwig

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Das Bild zeigt Tim Rudolph bei der Bestimmung der Proctordichte. Dafür muss die Bodenprobe in einen Behälter gefüllt, verdichtet, gewogen und getrocknet werden.
Ein Standard-Versuch während der Ausbildung: Unser Foto zeigt Tim Rudolph bei der Bestimmung der Proctordichte. Dafür muss die Bodenprobe in einen Behälter gefüllt, verdichtet, gewogen und getrocknet werden. Danach kann die Menge an vorhandenem Wasser im jeweiligen Boden bestimmt werden. © Laura Hellwig

Tim Rudolph von der Firma Bickhardt Bau ist von der IHK als Deutschlands bester Baustoffprüfer ausgezeichnet worden. Der Ex-Azubi hat inzwischen ein Studium begonnen.

Kirchheim/Ludwigsau – Auch wenn Tim Rudolph in den vergangenen drei Jahren überwiegend im Labor gearbeitet hat, mit Chemie hat sein Beruf nur wenig zu tun. Handwerkliches Interesse sowie gute Noten in Mathe und Physik sind die Voraussetzungen, die man als Baustoffprüfer am ehesten gebrauchen kann. Tim Rudolph aus Rohrbach liegen all diese Dinge – er ist von der IHK als Deutschlands bester Baustoffprüfer ausgezeichnet worden.

Während seiner Ausbildung im Labor der Firma Bickhardt Bau in Kirchheim hat der 24-jährige Ludwigsauer überwiegend Bodenproben von Baustellen untersucht und geprüft. „Die Prüfungen dienen der Qualitätssicherung dessen, was gebaut werden soll“, erklärt Rudolph. So werden im Labor beispielsweise Bodenproben auf deren optimale Dichte untersucht. Andere Versuche und Tests finden aber auch direkt auf der Baustelle statt, zum Beispiel die Belastbarkeit eines Untergrunds. „Die Außeneinsätze haben mir immer am meisten Spaß gemacht.“

Tim Rudolph schätzte besonders die Vielseitigkeit seines Berufs und die gute Arbeit im Team. Die Ausbildung fand abwechselnd im Betrieb und in der Berufsschule in Selb, nahe der tschechischen Grenze, statt. „Der Blockunterricht hat mir gut gelegen“, sagt Rudolph. Für den Beruf des Baustoffprüfers gibt es drei mögliche Schwerpunkte: Asphalttechnik, Mörtel und Beton sowie Geotechnik. Da im Ausbildungsbetrieb in Kirchheim nur der Bereich Geotechnik von Bedeutung ist, hat das Unternehmen diesen Schwerpunkt für Rudolph gewählt.

Die Versuche in Rudolphs praktischer Abschlussprüfung richteten sich nach genau diesem Schwerpunkt. Außerdem musste er drei Klausuren schreiben. „Die größten Bedenken hatte ich vor Sozialkunde aber nach der Prüfung hatte ich dann ein gutes Gefühl“, erzählt der 24-Jährige.

Direkt im Anschluss an die abgeschlossene Ausbildung hat Tim Rudolph im vergangenen Jahr ebenfalls über Bickhardt Bau ein duales Bauingenieursstudium an der THM in Bad Hersfeld begonnen. Dort fand für den Ludwigsauer das erste Semester überwiegend online statt. „So manche Themen in der Mathevorlesung sind ganz schön abstrakt“, erzählt der Student. Das Wissen aus der Ausbildung mache sich aber durchaus bezahlt, sagt er: „An manche Dinge gehe ich anders heran, als diejenigen, die gerade von der Schule kommen.“

Jetzt startet Rudolph in die erste Praxisphase im Unternehmen, mit Aufgaben der Uni im Gepäck, „um das Unternehmen besser kennenzulernen“. Für Tim Rudolph dürfte das nach der dreijährigen Ausbildung wohl keine große Herausforderung mehr sein. In den kommenden Monaten wird er einen Bauleiter bei dessen Arbeit unterstützen. (Laura Hellwig)

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