Vier gehören zu Hessens Besten

Tim Rudolph ist Bundeschampion: IHK ehrt Azubis aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg

Das Bild zeigt die Landesbesten aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg und ihre Ausbildungsleiter - von links Marcel Voth, Ausbildungsleiter Firas Ajouri, Kilian Hüller-Rauch (alle Strabag), Tim Rudolph, Ausbildungsleiter Christian Heumüller, Noah Moritz Heimroth (alle Bickhardt Bau).
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Die Landesbesten aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg und ihre Ausbilder: Marcel Voth, Ausbildungsleiter Firas Ajouri, Kilian Hüller-Rauch (alle Strabag), Tim Rudolph, Ausbildungsleiter Christian Heumüller, Noah Moritz Heimroth (alle Bickhardt Bau). Das komplette Bild sehen Sie, wenn Sie auf das Kreuzchen oben rechts klicken.

Gleich vier Spitzen-Azubis aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg sind jetzt in Bebra ausgezeichnet worden - darunter auch ein Bundeschampion.

Bebra – Der deutschlandweit Beste eines Ausbildungsjahrgangs zu sein, ist schon etwas ganz Besonderes. Dem Baustoffprüfer und Hessenchampion Tim Rudolph aus Rohrbach wurde das jetzt bescheinigt. Mit ihm wurden drei weitere Hessenchampions von der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg geehrt, die ihr Handwerk allesamt in der heimischen Baubranche erlernt haben.

„Unsere Spitzen-Azubis sind ein Beispiel für die hohe Qualität der beruflichen Ausbildung in unserem IHK-Bezirk. Gerade unter den schwierigen Bedingungen der Corona-Zeit sind ihre herausragenden Leistungen - ich würde ihnen noch zwei Pluspunkte extra geben - nicht hoch genug einzuschätzen“, betonte der Vorsitzende der IHK-Regionalversammlung Hersfeld-Rotenburg, Horst Müller, in einer kleinen Feierstunde in Mosebergs Brauhaus in Bebra. Zu der waren unter 2G-Bedingungen neben den Eltern auch die Ausbildungsleiter der Bickhardt Bau AG, Christian Heumüller, und der Strabag AG, Firas Ajouri, eingeladen, die ihren Teil dazu beigetragen haben, dass die vier Nachwuchskräfte so gut abgeschnitten haben, und die für ihre Firmen deshalb auch eine Urkunde in Empfang nehmen konnten.

„Tim Rudolph und unserem zweiten Hessenchampion, dem Beton- und Stahlbetonbauer Noah Moritz Heimroth aus Rothenkirchen, hat man schon vom ersten Ausbildungstag an angemerkt, dass sie hoch motiviert waren“, unterstrich Heumüller. „Wer interessiert ist und immer wieder über den Tellerrand schaut, lernt leichter und erzielt dann natürlich auch beste Ergebnisse.“ Ähnlich sah das sein Kollege Ajouri, der in 23 Ausbildungsleiterjahren über 2400 jungen Menschen den Bau nahegebracht hat: „Man muss mit Herz und Seele dabei sein. Bei unseren beiden Azubis, dem Baugeräteführer Kilian Hüller-Rauch aus Dachau und dem Straßenbauer Marcel Voth aus Kerspenhausen, wusste ich gleich, dass die ihren Weg gehen werden. Die gehörten zu denen, die schon mal sauer sind, wenn sie nur eine „2“ machen.“

Tim Rudolph ist auf jeden Fall froh, dass er sich nach dem Abitur für eine Ausbildung bei Bickhardt Bau entschieden hat. Sein Vorbild war der Onkel Gerhard seines Vaters, der es bis zum Laborleiter bei der Kirchheimer Firma gebracht hatte. Nach Ausbildungsabschluss und einer Art Praktikum als „richtiger“ Straßenbauer ist der Rohrbacher seit vergangenem Monat Bauingenieurwesen-Student an der THM Mittelhessen in Bad Hersfeld: „Da wechseln sich Studiums- und Praxisphasen ab.“ Privat ist der 23-Jährige passionierter Feuerwehrmann. Auffallenderweise gilt das auch für seine drei Kollegen. Der Oberbayer Kilian Hüller-Rauch hat die Nordhessen als „ganz eigenen Schlag“ kennengelernt, ist aber immer froh gewesen, dass er in der privilegierten Lage war, seine Ausbildung in einem großen Unternehmen zu absolvieren. Marcel Voth hebt hervor, dass die Zeit der Ausbildung für ihn auch eine Zeit der „menschlichen Fortbildung“ war. So sieht er mit großem Respekt, wie sich seine nach Deutschland geflohenen jungen Kollegen angestrengt haben: „Die wollen was erreichen!“

„Ihre Abschlüsse sind eine tolle Basis für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben“, resümierte Horst Müller, der sich als kaufmännischer Vorstand von Bickhardt Bau in der IHK engagiert. Und Julia Kossack, die Leiterin des Servicezentrums Hersfeld-Rotenburg der IHK, fügte hinzu: „Unsere duale Ausbildung ist ein Erfolgsgarant. Es muss uns in Zukunft aber noch besser gelingen, den Jugendlichen und auch den Eltern die Vorzüge einer Berufsausbildung zu vermitteln. Wir brauchen ein stärkeres Bewusstsein für die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung.“ (Wilfried Apel)

Vier Azubis aus dem Landkreis gehören zu Hessens Besten

An den Prüfungen der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg nahmen 4876 Azubis teil. 321 schlossen mit der Note sehr gut ab. In zwei digitalen Bestenehrungen wurden sie von der IHK ausgezeichnet. Betrachtet man das Land Hessen, stellt die IHK Kassel-Marburg 21 Landesbeste, darunter vier von 222 Bundesbesten. Die Landesbesten aus Hersfeld-Rotenburg sind: Tim Rudolph, Baustoffprüfer, Bickhardt Bau Aktiengesellschaft, Kirchheim – zugleich auch Bundesbester, Noah Moritz Heimroth, Beton- und Stahlbetonbauer, Bickhardt Bau Aktiengesellschaft, Kirchheim, Kilian Hüller-Rauch, Baugeräteführer, Strabag AG, Bebra, Marcel Voth, Straßenbauer, Strabag AG, Bebra.

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