Top-Unterhaltung bei „Blech trifft Saiten“ in Weiterode

Gut gereimt: Den Reigen der Stücke des Mandolinenorchesters begleitete die junge Zupferin Yasmin Schäfer mit schönen Gedichten.

Weiterode. Gäbe es die wunderbare Veranstaltung „Blech trifft Saiten" nicht schon seit zehn Jahren, man müsste sie erfinden. Und gäbe es den wunderbaren Inspirator Igor Karassik nicht schon seit 60 Jahren, man müsste ihn ebenfalls erfinden.

Beides wurde in Ellis Saal in Weiterode den immer wieder neu von schöner Musik begeisterten Besuchern bewusst, als die Vorsitzenden von Igors drei Chören - allen voran Margarethe König vom Mandolinenverein Wanderlust - dem „Triple-Maestro“ zum kürzlich begangenen, runden Wiegenfest - und Ehefrau Jelena zum Geburtstag am Samstag - gratulierten und beide beschenkten.

Igor hatte da schon längst knapp drei Stunden lang, mit hohem körperlichen Einsatz und weit ausgreifenden Armbewegungen Schwerstarbeit geleistet, seine Musiker zu Höchstleistungen motiviert, geschwitzt, sich mit seinem überall bekannten, fliederfarbenen Frotteehandtuch Schweißperlen vom Haupt gewischt, Musikstücke vorgestellt, unterhaltsame Geschichten erzählt, sich und die Seinen auf den Arm genommen und schlicht und ergreifend Freude bereitet.

Dezemberträume als Auftakt

Da Weihnachten vor der Tür steht, hatte Konzertmoderatorin Yvonne Schäfer schon gleich zu Beginn des Abends „Dezemberträume“ angekündigt. Beim Eisenbahnblasorchester Bebra waren das nach dem atmosphärisch starken Zirkus-Eingangsmarsch, den Polkas „Böhmisches Blut“ und „Böhmische Liebe“ und weiteren Stücken die bekannten Hits „Mary’s Boy Child Jesus Christ“ und „Rudolph the Red Nosed Reindeer“.

Der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Bebra rief mit der „Adventsouvertüre“ den vor lauter Weihnachtsgedudel vielfach vergessenen Advent und dessen Bedeutung ins Bewusstsein, ehe er nach dem Choral „Bewahre uns Gott“ das „Arioso“ von Anne Weckeßer und den Weihnachtsmarsch „Zu Bethlehem geboren“ intonierte und dafür dankbaren Beifall erhielt. Bei der Zugabe „Macht hoch die Tür“ sangen alle Zuhörer kräftig mit.

Den Reigen der Stücke des Mandolinenorchesters begleitete die junge Zupferin Yasmin Schäfer mit schönen Gedichten. Mit ihren Mitstreitern absolvierte sie ein wie immer ambitioniertes Programm, das mit dem Konzertwalzer „Vineta-Glocken“ begann, in „Moskauer Nächten“ läutende Glocken zu Gehör brachte und beim „Abend mit Paul Lincke“ „Berliner Luft“ nach Weiterode wehen ließ.

Ein zehn Minuten andauerndes Weihnachtsliederpotpourri mit „Jingle Bells“ und das gefühlvoll vorgetragene und mitgesungene „Süßer die Glocken nie klingen“ standen am Schluss eines von einem dankbaren Publikum und von für so manchen Bravo-Ruf ebenfalls dankbaren Akteuren genossenen Adventsabends.

Von Wilfried Apel

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