8,8 Prozent weniger Übernachtungen

Tourismus in Hessen boomt, aber nicht in Rotenburg

Hersfeld-Rotenburg. Der Tourismus in Hessen boomt, aber nicht im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Und besonders die Stadt Rotenburg hat es nach den neuesten Zahlen schwer erwischt.

Einen Rückgang um 8,8 Prozent weist die gerade veröffentlichte Oktober-Statistik des Statistischen Landesamtes in Wiesbaden aus, die den Zeitraum von Januar bis einschließlich August dieses Jahres abdeckt.

Mit insgesamt 227.733 Übernachtungen fiel Rotenburg nach jahrelanger Führung hinter die Festspielstadt Bad Hersfeld zurück, für die 232 950 Übernachtungen registriert wurden.

Bad Hersfeld gehörte in den ersten acht Monaten dieses Jahres auch zu den Gewinnern im Geschäft mit dem Fremdenverkehr. Mit einem Plus von 7,4 Prozent liegt die Kreisstadt sogar über dem Landesschnitt, der einen Zuwachs von vier Prozent aufweist.

„Die bundesweite gemeinsame Vermarktung mit der Region geht voll auf“, freut sich Bad Hersfelds Kurdirektor Christian Mayer. Auch im Bereich des Städtetourismus seien Zuwächse zu verzeichnen, für den ebenfalls gemeinsam mit der Dachmarke Grimmheimat und der HessenAgentur geworben wurde. Umsatzbringer waren laut Mayer vor allem Radtouristen, die die Kur- und Festspielstadt als Etappenziel entlang des Fuldaradweges R1 nutzen.

Etwas ratlos reagierte Kerstin Schulz, Leiterin der Rotenburger Tourist-Information, auf die Zahlen aus Wiesbaden. „Wir können eigentlich keinen Rückgang verzeichnen. Unsere Pensionen sind nach wie vor zufrieden, wir haben ja auch zwei neue dazu bekommen,“ sagte Schulz.

Zu den Verlierern gehört auch die Autobahngemeinde Kirchheim: um 36,7 Prozent brachen die Übernachtungszahlen auf nur noch 49.027 ein. Hintergrund sind wohl Schließungen und Umnutzungen in der Hotellerie.  zum tage, hintergrund, Seite 5

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