Touristiker in Nordhessen blicken mit Zuversicht in die Zukunft

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Anni (links) und Wim Geerdink (rechts) sowie Mien und Jan Duijts aus den Niederlanden erkunden die Stadt mit den Rädern.

Hersfeld-Rotenburg. In Nordhessen, zwischen Bad Hersfeld, Heringen, Eschwege, Bad Karlshafen, Willingen und Frankenberg werden pro Jahr 7,5 Millionen Übernachtungen und 40 Millionen Tagesgäste gezählt.

Der Tourismus ist damit ein starker Wirtschaftszweig und wie alle Branchen von Rückgang und Alterung der Bevölkerung direkt betroffen.

Eine positive touristische Zukunft attestiert eine Studie des Hessischen Wirtschaftsministeriums der Region Nordhessen. Dieses habe auch durch das Thema „Grimmheimat“ deutlich an Profil gewonnen. Bei der Studie geht es um den Tourismus in Hessen mitseinen elf Tourismusregionen und die Herausforderungen durch den demografischen Wandel. Touristiker der „GrimmHeimat Nordhessen“ befassten sich auf einer Tagung im Hotel Rodenberg in Rotenburg auf Grundlage der Studie mit der Zukunft des heimischen Tourismus.

Man wolle rechtzeitig die Weichen stellen, erklärte gestern Ulrike Franz-Stöcker vom Wirtschaftsministerium. Der Tourismus in Nordhessen habe eine überdurchschnittliche Bedeutung, erklärten die Macher der Studie, Jacob Fittkau (Ramboll Consulting) und Tourismusberater Christoph Schrahe. In Nordhessen nimmt aber auch die Bevölkerung in den nächsten zehn Jahren um voraussichtlich neun Prozent ab. „Jeder elfte Einwohner“, sagte Schrahe, „das ist richtig viel“.

Einen Mangel an Fachkräften und Hilfskräften prognostizierte Fittkau. In zehn Jahren würden 2000 Kräfte fehlen, derzeit beschäftigt die Branche in Nordhessen rund 22 000 Menschen.

Hauptsächlich kommen deutsche Gästen, vier Prozent seien Niederländer, sagte Schrahe. An erster Stelle stehen in Nordhessen die Bereiche Wellness und Gesundheit (23 Prozent), gefolgt mit je knapp 20 Prozent von Natur und Landerlebnis sowie Städtetourismus. Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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