100 Jahre 1. FV Bebra: Stets vorbildliche Jugendarbeit - viel Lob von allen Seiten

Tragende Säule der Stadt

Auf einen Blick: Die geehrten Mitglieder beim Festkommers 100 Jahre 1. Fußballverein Bebra im Festsaal des Hotels Hessischen Hofes. Fotos: Vöckel

Bebra. „Wir hatten nach dem Zweiten Weltkrieg unsere erfolgreichste Zeit.“ Das betonte Heinrich Müller beim Festkommers „100 Jahre 1. FV Bebra“ im Hotel Hessischer Hof. Die erste Fußballmannschaft habe dank herausragender Spieler sogar den Aufstieg bis in die höchste hessische Liga schafft und Spiele gegen Spitzenclubs aus Darmstadt, Fulda, Kassel und Wiesbaden erfolgreich bestritten. Zuschauerzahlen von dreitausend bis viertausend Besuchern seien keine Seltenheit gewesen. Dieses Hoch habe bis in die achtziger Jahre mit wechselnden Erfolgen in verschiedenen Ligen angehalten.

Vorbildlich sei stets die Jugendarbeit gewesen. Müller erinnerte an Klaus Weiland, der in hessischen und süddeutschen Auswahlmannschaften spielte und als erster Bebraer Fußballspieler einen Profivertrag beim KSV Hessen Kassel erhielt. Natürlich habe es in der Zeit von 1945 bis 1986 auch Tiefen gegeben, versicherte der ehemalige Vorsitzende. Müller hatte noch als Spieler im Alter von 28 Jahren das Ruder des Vereinsschiffs übernommen. Das war 1984.

Als Chronist erinnerte der ehemalige Spieler und Vereinschef an die finanziellen Schwierigkeiten, die den Verein zu Beginn der 50er-Jahre in Bedrängnis brachten. Die Landesligazeit hatte viel Geld gekostet. Dank der Initiative der damals tätigen Vorstandsmitglieder Kurt Wettlaufer, Hans Jungkurth und Willi Mangold sei die Krise aber schnell überwunden worden.

Probleme habe der Verein auch zu Beginn der Spielserie 1981/82 gehabt. Wolfgang Poweleit, einer der besten Liberos im nordhessischen Amateurfußball, verließ damals die erste Mannschaft und mit ihm 15 Spieler. Poweleit ist heute der Trainer der ersten Bebraer Fußballmannschaft.

In der Jugendarbeit und in der Integration ausländischer Mitbürger habe der 1. FV Bebra einen wichtigen Beitrag für das Gemeinschaftsleben geleistet, stellte Dr. Karl-Ernst Schmidt fest. Der Landrat überbrachte zum Jubiläums die silberne Ehrenplakette des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier und einen Scheck des Kreises.

Der ehemalige Mittelstürmer der ersten Mannschaft und heutige Bürgermeister Horst Groß bezeichnete den Jubiläumsverein als eine tragende Säule der Eisenbahnerstadt. Sein Jubiläumsgeschenk: Bargeld im Umschlage und ein kleiner Seitenhieb in Richtung Landkreis: „Sicher ist sicher. Wer weiß, ob Kreisschecks gedeckt sind.“

Geschenke

Mit einer Ehrenurkunde und einem Gutschein des Landessportbundes Hessen für eine Ausbildung zum Jugend- oder Übungsleiter gratulierte Sportkreisvorsitzender Paul Mähler. Viel Beifall gab es für Kreisfußballwart Karl-Heinz Blumhagen. Seine Geburtstagsgeschenke: ein Fußball, Plaketten der Fußballverbände und 500 Euro für die Jugendarbeit. „Ich bin sprachlos“, bedankte sich FV-Vorsitzende Dirk Wahl für die vielen Auszeichnungen und Geschenke. Sein Wunsch für die Zukunft: „Viele engagierte Mitglieder, Spieler, Trainer und Helfer, damit wir auch in 25 Jahren noch mit Stolz auf unsere Vereinsgeschichte zurückblicken können.“

Mitgestaltet wurde der Festkommers vom Musikzug des TSV Bebra und dem Shantychor der Germania Bebra sowie von Hanne und Beate mit einem Sketch und einer Musikshow. Moderator des Abends war Werner Brückner.

Von Herbert Vöckel

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