Jagdgenossen spenden für Friedhofsvordach

Trauergäste bald unter Schutzdach

Bosserode. Die Bösseröder und Raßdorfer Jagdgenossen haben in der Jahreshauptversammlung erneut auf die Auszahlung ihres Jagdpachtanteils verzichtet und stellen diesen der Allgemeinheit zur Verfügung. So bekommt der Förderverein der evangelischen Kirche Bosserode 100 Euro, die Vereinsgemeinschaft Bosserode kann zur Verschönerung des Ortes mit 550 Euro rechnen.

Für das Anbringen eines Vordaches an der Friedhofshalle in Bosserode stellen die Genossen weitere 350 Euro zur Verfügung. Um das Vorhaben in diesem Jahr zu realisieren, beschlossen die Jagdgenossen, noch mehr Geld dafür bereitzustellen. Wildecks Bürgermeister Jürgen Grau sagte die Unterstützung der Gemeinde zu.

Eigenleistung

Die geplante 35 Quadratmeter große Stahl-Glas-Konstruktion, unter der etwa 60 Personen Schutz finden sollen, soll in Eigenleistung hergestellt werden. Beim Ausheben der Fundamente wird der gemeindliche Bauhof mit seinem Maschinenpark behilflich sein. Das Bauamt kümmert sich um Zeichnung und Statik.

Metallbauer Erwin Speckenbach hat sich bereit erklärt, die Leitung beim Anfertigen der Stahlkonstruktion zu übernehmen, ist allerdings auf fachmännische Unterstützung angewiesen, die ihm mehrfach zugesagt wurde. Da die Gemeinde Wildeck sich in diesem Haushaltsjahr nicht an den Kosten beteiligen kann, wird das Vorhaben von der Jagdgenossenschaft finanziert. Die voraussichtlichen Materialkosten werden circa 5000 Euro betragen, wie Jagdvorsteher Hans-Karl Herzig erklärte.

Vorstand bestätigt

Bei den anstehenden Neuwahlen des Jagdvorstandes gab es keine personellen Veränderungen. Es sind weiter im Amt: Hans-Karl Herzig, Jagdvorsteher; Hans Gärtner und Rolf Wagner, Schriftführer; Horst Brod und Fritz Hornstein, Kassenwarte. Herbert Eckhardt, Hans-Günther Roos und Sigurd Staniczek bilden den Jagdausschuss, sie werden von Hans-Jürgen Heckmann, Gerd Wagner und Werner Zindel vertreten. Den Vorsitz im Ausschuss hat Herbert Eckhardt inne.

Jagdvorsteher Herzig berichtete von einem ruhigen Jagdjahr ohne Wildschäden. Jagdpächter Rainer Schad habe im Jagdjahr ein Stück Rotwild, 18 Schweine, zwei Rehböcke und zwei Rehkitze, 22 Waschbären und fünf Enten erlegt. Vier Stück Wild fielen dem Straßenverkehr zum Opfer.

Für das großzügige Spendenverhalten der Jagdgenossen dankten der Erste Beigeordnete Rainer Luckhardt, in Vertretung für den erkrankten Bürgermeister, die Ortsvorsteher Armin Körzell, Bosserode, und Karl Bartholomäus, Raßdorf, und Pfarrer Winfried Schiel. (zos)

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