Ministerium bittet um Vorsicht

Wegen wochenlanger Trockenheit: Waldbrandgefahr in der Region steigt

Richtig geregnet hat es schon lang nicht mehr. Dadurch steigt die Waldbrandgefahr. Das hessische Umweltministerium hat eine Warnung ausgegeben.

Nach aktuellen Daten des Deutschen Wetterdienstes besteht in Hessen überwiegend mittlere Waldbrandgefahr. Über Ostern zeichnete sich allerdings vorübergehend vor allem in Südhessen lokal eine hohe Waldbrandgefahr ab, heißt es in einer Pressemitteilung des Landes.

Osterfeuer wurden in unserer Region noch nicht abgesagt (hier eine Übersicht über die Osterfeuer in Kassel Stadt und Landkreis). Im Nordosten Deutschlands hingegen schon. Dort ist teilweise schon die höchste Stufe der Waldbrandgefahr erreicht worden: Stufe 5. Ab Stufe vier, also der zweithöchsten Waldbrandgefahr, müssen Osterfeuer verboten werden. In Nordhessen und Südniedersachsen galt am Karfreitag mit Stufe 3 eine mittlere Gefahr für Waldbrände. Der Deutsche Wetterdienst sagt bis einschließlich Dienstag, 23. April, für unsere Region vorher, dass es bei Stufe 3 bleiben wird.

Dennoch müssen Waldbesucher vorsichtig sein. Bevor im Frühjahr bei Sträuchern, Bäumen und Bodenvegetation frisches Grün stärker ausgetrieben ist, stellen vertrocknetes Reisig und Laub sowie Gras des Vorjahres auf den Waldböden ein leicht brennbares Material im Wald dar. Regional kommt in diesem Jahr noch unverwertbares Kronenrestholz und Reisigmaterial aus den zurückliegenden Sturmschäden, insbesondere aus dem vergangenen Jahr, hinzu. In diesem Jahr kam es in Hessen bislang zu etwa zehn Waldbränden mit einer Schadfläche von rund 3,5 Hektar – annähernd fünf Fußballfelder.

Das Hessische Umweltministerium bittet alle Waldbesucher am Osterwochenende bei ihren Ausflügen im Wald um erhöhte Vorsicht. Außerhalb der ausgewiesenen Grillstellen darf kein Feuer entfacht werden. Auf den Grillplätzen sollte darauf geachtet werden, dass kein Funkenflug entsteht und das Feuer beim Verlassen des Grillplatzes richtig gelöscht wird. Im Wald ist das Rauchen grundsätzlich nicht gestattet. 

Waldbrandgefahr geht ebenfalls von liegen gelassenen Flaschen und Glasscherben, aber auch entlang von Straßen durch aus dem Fahrzeugfenster geworfene Zigarettenkippen aus.

Alle Besucher werden gebeten, die Zufahrtswege in die Wälder nicht mit Fahrzeugen zu blockieren. Wer einen Waldbrand bemerkt, wird gebeten, die Feuerwehr (Notruf 112) oder die nächste Forstdienststelle zu informieren.

Rubriklistenbild: © Julian Stähle/dpa-Bildfunk

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