Fehlender Niederschlag vermindert die Qualität des Getreides

Trockenheit: Bauern bangen um ihre Ernte

Hersfeld-Rotenburg. Die aktuelle Trockenheit lässt Landwirte um ihre Ernte bangen: Gerade jetzt sollten die Pflanzen wachsen, aber es fehlt der Regen. Wie der Bauernverband Hersfeld-Rotenburg mitteilte, wäre dringend ein richtiger Landregen nötig.

Bereits der April war regenarm. Die Arbeitsgemeinschaft Land- und Wasserwirtschaft verzeichnete einen Niederschlag von 27 Millimetern. In den Vorjahren sei immer das Doppelte gefallen, erklärt Dr. Wolff-Günther Gebauer. Im Mai fielen gerade einmal 19 Millimeter Niederschlag. Normalerweise müsste es im Mai dreimal so viel regnen. Die Niederschlagszahlen für den Juni zeigen keine Besserung. In den vergangenen Wochen fielen gerade einmal fünf Millimeter pro Quadratmeter.

Bereits jetzt ist sicher, dass es Ernteverluste geben wird, bestätigt Thilo Frankfurth vom Kreisbauernverband. Landwirte erwarten ohne mehr Niederschlag aber sogar gravierende Ernteminderungen. Gerste, Hafer und Mais brauchen dringend Wasser. Der Schaden am Weizen sei bereits irreparabel. „Die Pflanzen werden durch die Dürre notreif, und das Ergebnis sind sehr kleine Körner. Ein großer Verlust bei Ertrag und Qualität“, berichtet Frankfurth. Der geringe Nitratgehalt in den Pflanzen sorge dafür, dass der Weizen nicht die entsprechende Qualität habe und nur zu Futterweizen verarbeitet werden könne. Das Ergebnis sehe jeder auf den Feldern.

„Wenn es in der nächsten Woche regnen würde, könnte sich die Natur regenerieren, und der Landwirt profitiert noch von einer durchschnittlichen Ernte“, erklärt Frankfurth. „Im schlimmsten Fall kann der Landwirt ein Drittel seiner Ernte einbüßen“, rechnet Dr. Wolff-Günther Gebauer und vergleicht dies mit den ebenfalls sehr trockenen Jahren 2003 und 2011. Wenn weiterhin der Regen ausbleibe, verliere der Landwirt pro Hektar 300 Euro, kalkuliert Gebauer. Hintergrund

Zum Tage, Seite 3

Von Christiane Geier

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