Telekom verärgert Einwohner

Trotz Funkturm gibt es keinen Handyempfang in Ransbach

Blick auf Ransbach und seine Funkmasten: Der graue Turm der Deutschen Telekom auf dem Gelände des Aussiedlerhofs im Vordergrund. Links daneben steht der provisorische Vodafone-Mast.
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Blick auf Ransbach und seine Funkmasten: Der graue Turm der Deutschen Telekom auf dem Gelände des Aussiedlerhofs im Vordergrund ist über ein Jahr nach dem Bau noch immer nicht in Betrieb. Links daneben steht der provisorische Vodafone-Mast. Archiv

Der Mobilfunkmast der Telekom im Hohenrodaer Ortsteil Ransbach ist noch immer nicht in Betrieb genommen worden. Seit einem Jahr warten die Einwohner auf besseres Netz.

Ransbach – Über ein Jahr ist es schon her, dass am Ortseingang von Ransbach ein Mobilfunkmast errichtet wurde. Der Handyempfang in dem Hohenrodaer Ortsteil ist jedoch nach wie vor schlecht.

Von einer „Katastrophe“ spricht Ortsvorsteher Hans-Albert Pfaff (SPD), den das Thema bereits seit geraumer Zeit umtreibt. Fast gegen Null geht laut Pfaff nahezu in der gesamten Ortslage der Empfang im Netz der Deutschen Telekom. Für viele Ransbacher war es deshalb ein Lichtblick, als die Telekom-Tochter Deutsche Funkturm GmbH im vergangenen Herbst nach langer Vorplanung einen Sendemast errichtete, der das LTE-Netz des Anbieters ergänzen soll. Auch Vodafone kündigte an, dort seine Antennen montieren zu wollen.

Hans-Albert Pfaff berichtet von einer regelmäßigen und inzwischen äußerst umfangreichen Korrespondenz mit der Telekom, von deren Vertretern er immer wieder vertröstet werde. Im Dezember vergangenen Jahres hatte ein Unternehmenssprecher gegenüber unserer Zeitung erklärt, der Standort müsse noch in die bestehende Telekom-Netzstruktur eingebunden werden.

Inbetriebnahme verzögert sich - neues Datum steht noch nicht fest

Diese sogenannte Netzdefinition sei technisch komplex und finde deshalb nur vier- bis fünfmal im Jahr an vielen Standorten gleichzeitig statt. Von einem Sendebetrieb gehe man spätestens im zweiten Quartal 2021, eventuell auch etwas früher aus, teilte die Telekom damals mit. Diese Prognose war offenbar zu optimistisch.

„Leider verzögert sich die Inbetriebnahme, weil der Glasfaserleitungsweg zwischen dem Standort und der Vermittlungsstelle unterbrochen ist. Unsere Techniker arbeiten bereits mit Hochdruck daran, dieses Problem zu lösen“, teilt jetzt dazu auf Nachfrage Telekom-Pressesprecher Pascal Kiel mit. Was der Grund für die Leitungsunterbrechung ist, ließ er bis Redaktionsschluss unbeantwortet.

Die Telekom habe ein „ureigenes Interesse daran, den Mobilfunkstandort in Hohenroda-Ransbach in Betrieb zu nehmen und damit die örtliche Mobilfunkversorgung zu verbessern“, so Kiel. Ein konkretes Datum dafür könne er nicht nennen. „Ich muss leider noch um etwas Geduld bitten. Die Kollegen geben alles“, versichert er.

Handyempfang dank provisorischem Mast von Vodafone

Etwas besser ist die Netzabdeckung des Anbieters Vodafone, der seit Juli 2020 in Ransbach einen provisorischen Mobilfunkmast für die Grundversorgung (GSM) betreibt. Zwischenzeitlich stand in dem Hohenrodaer Ortsteil jedoch die Befürchtung im Raum, dass dieser zum Jahresende abgebaut werden könnte.

Allerdings beruhigt Vodafone-Pressesprecher Volker Petendorf auf Nachfrage: „Es wird einen nahtlosen Übergang bei der Mobilfunkversorgung im Vodafone-Netz in Hohenroda-Ransbach geben. Die bisherige mobile Station wird erst dann außer Betrieb genommen, wenn der neue Standort auf dem Mast der Deutschen Funkturm GmbH seinen Dienst aufgenommen hat. Der Umzug ist für Ende März 2022 geplant. “

Selbst in dem in seinen Augen unwahrscheinlichen Fall einer Verzögerung könne eine Versorgungslücke für den Hohenrodaer Ortsteil vermieden werden: Die Betriebsgenehmigung für die mobile Mobilfunkstation gelte zunächst bis 31. Dezember 2022. „Sie wurde gerade erst um ein Jahr verlängert“, teilt Petendorf mit. (Jan-Christoph Eisenberg)

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