Bosseröder Imker ziehen prositive Bilanz - „Honig ein hochwertiges Lebensmittel“

Trotz Kälte ein gutes Jahr

Honig-Pyramide: Erich Wirf, Gunther Koch und Karl Bartholomäus (von links) freuen sich, dass die Honigernte in diesem Jahr gut ausgefallen ist. Koch gratulierte den beiden Imkerkollegen zum bestandenen Lehrgang beziehungsweise zum guten Ergebnis der Honigprüfung. Foto:  Hefter

Bosserode. Der Imkerverein Blumenstein ist mit der Ernte dieses Jahres sehr zufrieden. „Wider Erwarten war 2010 ein gutes Honigjahr - trotz des kalten Frühjahrs und des unbeständigen Sommers“, berichtete Vorsitzender Gunther Koch (Bosserode).

Der 1931 gegründete Verein zählt 37 Mitglieder aus ganz Wildeck und Nachbargemeinden. Koch ist seit 20 Jahren Vorsitzender und besitzt selbst 13 Bienenvölker. „Wir haben ein wunderschönes Hobby im Einklang mit der Natur“, sagte der ehemalige Berufsschullehrer. „Gleichzeitig produzieren wir ein hochwertiges Lebensmittel mit vielen guten Eigenschaften.“

Nicht gleich Zucker

Von der zurzeit kontrovers diskutierten These, dass Honig in seiner Bedeutung für die Ernährung normalem Haushaltszucker gleichzusetzen sei, hält der Imker nichts. „Das ist einfach falsch. Im Gegensatz zum Zucker, der nur süßt, besteht Honig aus wichtigem Trauben- und Fruchtzucker. Er enthält unter anderem Vitamine, Mineralien, Enzyme und Aminosäuren“, sagte Koch. „Honig ist gesund und schmeckt.“

Wichtig sei es den Imkern, dass ihre Kunden auf gleichbleibend gute Qualität vertrauen können. „Wer von uns Honig in den Verkauf bringt, muss nach der deutschen Honigverordnung und nach den Qualitätsrichtlinien des Deutschen Imkerbundes produzieren“, erklärte Koch. Außerdem gebe es Kontrollen durch den Deutschen Imkerbund. Üblicherweise werde ein Imker pro Verein und Jahr geprüft. Bei den Wildeckern traf es in diesem Jahr Karl Bartholomäus aus Raßdorf, der mit dem Ergebnis mehr als zufrieden war. Sein Honig bekam die größtmögliche Punktzahl.

Lehrgänge

Seit etwa 15 Jahren bietet der Landesverband Hessischer Imker Lehrgänge an, die für alle Imker, die ihren Honig mit dem sogenannten Gewährverschluss verkaufen, Pflicht sind. Ausgenommen von dieser Regel sind Imker, die bereits seit Langem dabei sind.

„Aber auch alte Hasen können dabei noch Neues dazulernen“, berichtete Erich Wirf aus Hönebach, der schon seit 30 Jahren Bienen hält. Er nahm in diesem Jahr mit Erfolg an dem mehrtägigen Lehrgang teil, der mit einer Prüfung endet. Der Gewährverschluss ist eine Banderole mit dem Namen und der Überwachungsnummer des Imkers auf den Gläsern und dokumentiert die Herkunft des Honigs.

Von Susanne Hefter

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