Europa wählt

Über 61 Millionen Euro für den Landkreis von der EU

Die Landwirtschaft profitiert stark von der EU. Foto: P. Pleul/dpa

Hersfeld-Rotenburg – 61 Millionen Euro EU-Fördermittel sind zwischen 2014 und 2018 in den Landkreis Hersfeld-Rotenburg geflossen.

Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung von vier hessischen Ministerien hervor. Dieser Betrag umfasst nur die Zahlungen, die vom Land Hessen verwaltet werden. Die EU hat rund 200 Förderprogramme – viele davon werden direkt von der EU verwaltet, etwa das Erasmus-Programm.

Landrat Dr. Michael Koch betont: „In unserem Landkreis steckt mehr Europa, als man auf den ersten Blick denken mag.“

Mit 51,6 Millionen Euro fließt der Großteil des Geldes in den Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL). Dabei handelt es sich laut Dr. Michael Horn, Pressesprecher der Hessischen Staatskanzlei, vorwiegend um Direktzahlungen an Landwirte.

Mit sieben Millionen Euro ist der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) die zweitgrößte Quelle für EU-Gelder im Landkreis. Darunter fallen etwa die Dorfentwicklung und LEADER-Projekte – und ebenfalls Hilfen für die Landwirtschaft. Außerdem wird mit ELER-Mitteln der Breitbandausbau in Nordhessen unterstützt.

Der Zweckverband für Diakonie der Kirchenkreise Hersfeld und Rotenburg hat aus dem Arbeitsmarktbudget des Europäischen Sozialfonds (ESF) 173 000 Euro erhalten. Dieses Budget wird eingesetzt, um „die Beschäftigungsfähigkeit benachteiligter Personen zu erhöhen“, so Horn. Dafür setzt sich der Verband mit Schuldner-, Sucht- und psychosozialer Beratung ein. Insgesamt lagen die ESF-Mittel im Kreis bei 1,2 Millionen Euro.

Aus dem Wirtschaftsförderungs-Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) hat beispielsweise die Hersfelder Firma Afotek, die Beschichtungsanlagen herstellt, Mittel für die Erweiterung ihrer Betriebsstätte bekommen. Die im Landkreis ausgezahlten EFRE-Mittel summieren sich auf 1,3 Millionen Euro. EU-Mittel fließen in Hessen überproportional in die ländlichen Regionen Mittel- und Nordhessens. Die Städte Kassel (15 Mio.), Frankfurt (26 Mio) und Offenbach (8 Mio.) bekommen deutlich weniger EU-Gelder als Hersfeld-Rotenburg.

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