Tatjana Kröger ist heil von ihrer langen Reise quer durch Eurasien zurückgekehrt

Über Land nach Singapur

Am 25. April entstand dieses Foto, das Tatjana Kröger beim Fischen auf dem noch dick zugefrorenen Baikalsee zeigte. Die Obersuhlerin lebte dort einige Tage bei der Familie eines Nationalpark-Rangers, die ihr auch die warme Kleidung borgte. Foto:  ysy

Obersuhl/Singapur. Sie fischte im zugefrorenen Baikalsee, feierte mit einem malaiischen Brautpaar Hochzeit und schaute vom Basislager am Mount Everest zum Dach der Welt hinauf. Auf dem Landweg, nur mit Bahn, Bus und Auto, wollte die Obersuhlerin Tatjana Kröger nach Singapur und zurück reisen, um Material für ein Buch zu sammeln.

Fast hätte sie es geschafft, doch dann machte ihr auf dem Rückweg die Flutkatastrophe in Pakistan einen Strich durch die Planung. Von Indien bis in die Türkei nahm sie deshalb das Flugzeug. „Die Etappen durch Pakistan und den Iran hole ich nach“, berichtete sie.

38 000 Kilometer unterwegs

Die 48-jährige Literaturwissenschaftlerin, die jetzt wieder als Vertretungslehrerin an der Blumensteinschule in Obersuhl unterrichtet, war von Anfang April bis Ende Oktober auf Achse und schickte unserer Zeitung aus Internetcafés spannende Reiseberichte. Alle Abstecher mitgerechnet, legte sie laut ihrer Berechnung etwa 38 000 Kilometer zurück. Das entspricht fast der Strecke einmal rund um den Erdball. Dabei bereiste sie 25 Länder und verlor sieben Kilo Gewicht. „Die kommen schon wieder“, sagte sie und lachte.

Ende September unterbrach sie ihre Route für einen Zwischenstopp in der Heimat: Um den Geburtstag ihrer Mutter mitzufeiern und um ihr Auto für das letzte Teilstück von Kroatien bis nach Lissabon zu holen. Denn ihrem Buch, das sie zum großen Teil bereits unterwegs zu Papier brachte, möchte sie eine Reise von der südwestlichsten bis zur südöstlichsten Ecke des eurasischen Doppelkontinents beschreiben. „Ich bin bereits mit einem Verlag im Gespräch“, berichtete sie. Außerdem hat sie ein zweites Buch in Arbeit, über eine Weltreise auf den Spuren von Jules Verne.

Von Susanne Hefter

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