Umleitung an der Autobahn-Abfahrt Friedewald

Brückenabriss: Autofahrer müssen 20 Kilometer Umweg fahren

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Irreführend: Wer an der Autobahnauffahrt Friedewald der Beschilderung nach Frankfurt folgt, wird auf einen 20 Kilometer langen Umweg über Hönebach gelotst.

Friedewald. Wer nach Westen will, muss zunächst einen Umweg in die entgegengesetzte Himmelsrichtung nehmen: Weil eine alte Brücke abgerissen wird, ist die Anschlussstelle Friedewald in westlicher Fahrtrichtung seit Mitte März gesperrt.

Noch bis Juli können dort Fahrzeuge weder in Richtung Frankfurt auf die A 4 auffahren, noch aus Richtung Erfurt die Autobahn verlassen. Für Verdruss bei den Autofahrern sorgt aber weniger die Sperrung selbst, sondern vielmehr die offizielle Umleitung.

Wer in Friedewald beispielsweise von der B 62 kommend in Richtung Fahrtrichtung Frankfurt auf die A4 auffahren möchte, findet am Abzweig zum Autobahnzubringer keinen Hinweis auf die Sperrung. Selbst unmittelbar vor der Auffahrt weist ein Schild in Richtung Frankfurt. Wer diesem Wegweiser folgt, landet allerdings in entgegengesetzter Fahrtrichtung auf der A4 – auf der Fahrbahn gen Osten in Richtung Erfurt. In Hönebach müssen die umgeleiteten Fahrzeuge die Autobahn verlassen und in entgegengesetzter Richtung wieder auffahren. Von dort aus geht es die gleiche Strecke wieder zurück nach Friedewald und an der gesperrten Ausfahrt vorbei weiter in Richtung Bad Hersfeld. Unterm Strich ergibt das einen Umweg von rund 20 Kilometern.

Einfacher und schneller wäre es natürlich, statt in Friedewald auf die Autobahn aufzufahren, den direkten Weg über die B 62 zur Auffahrt Bad Hersfeld zu nehmen. Ausgeschildert ist diese Umleitung allerdings nicht.

„Trotz des damit verbundenen Umweges haben wir entschieden, den Verkehr in Richtung Frankfurt gezielt über die A4 umzuleiten“, teilt Annette Kümpel, Sprecherin der Straßenbauverwaltung Hessen Mobil, auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Nur so würden die Ortslagen nicht zusätzlich belastet. „Eine Beschilderung, die nur dem Pkw-Verkehr eine Parallelverbindung über die B 62 aufzeigt, würde zunehmend auch den Schwerlastverkehr anziehen“, argumentiert die Sprecherin auch mit Blick auf das Lkw-Nachtfahrverbot in Sorga. Zudem sei die Leistungsfähigkeit des Knotenpunkts B 27/B 62 in Bad Hersfeld – der sogenannten Lomo-Kreuzung bei gezielter Steuerung des Umleitungsverkehrs über die B 62 nicht mehr gegeben.

„Natürlich ist es nicht verboten, für die Fahrtrichtung Frankfurt die B 62 zu nutzen. Wir gehen davon aus, dass ortskundige Verkehrsteilnehmer dies ohnehin tun“, unterstreicht Annete Kümpel

Auf der Autobahn selbst wird übrigens schon vor Hönebach darauf hingewiesen, dass die Abfahrt Friedewald gesperrt wird. Als Ausweichstrecke gilt die Landesstraße entlang des Nadelöhrs von Hönebach nach Friedewald. Sie ist seit Anfang der Woche wegen der geringen Straßenbreite als Einbahnstraße ausgewiesen.

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