Zusammen auf der Schulbank

Vater und Sohn machen gemeinsam ihre Ausbildung bei K+S

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Auch in der Werkstatt ein gutes Team: Niklas Stein (rechts) und sein Vater René machen gemeinsam eine Ausbildung bei K+S in der Kaliindustrie. Unser Bild zeigt sie an der Bandsäge im Ausbildungszentrum.

Nach der Schule gemeinsam Hausaufgaben machen – das ist der neue Alltag von Niklas (17) und seinem Vater René Stein (45). Beide sind Auszubildende bei K+S. 

Nachdem Niklas Stein bereits 2017 mit seiner Ausbildung zum Industriemechaniker im K+S-Werk Werra begonnen hatte, stieg René Stein als Umschüler zum Bergbautechnologen im Sommer dieses Jahres in den zweiten Durchlauf des Umschüler-Programms des Werkes Werra ein. 

Vater und Sohn gemeinsam in der Ausbildung – dieses Szenario klingt recht ungewöhnlich. Doch die beiden Steins aus Oberellen (Gemeinde Gerstungen im Wartburgkreis) sind sich einig: „Für uns ergeben sich daraus nur Vorteile.“

Nach 20 Jahren als Kraftfahrer noch einmal neu orientiert

Vater René, der zuvor rund 20 Jahre lang als Kraftfahrer gearbeitet hat, wollte sich beruflich noch einmal neu orientieren: „In meinem alten Betrieb plante man erhebliche Stellenkürzungen, das war mir einfach zu unsicher.“ 

Da kam der Vorschlag seines Sohnes Niklas, der sich zu diesem Zeitpunkt gerade im ersten Ausbildungsjahr im Werk Werra befand, genau richtig: Er erzählte seinem Vater davon, dass es bei K+S ein Umschulungs-Programm für Bergbautechnologen gibt. Nachdem sich René Stein über den Beruf erkundigt hatte und großen Gefallen daran fand, bewarb er sich für das Programm, konnte überzeugen und wurde zum 1. August eingestellt.

Da die Umschüler direkt im 2. Ausbildungsjahr starten, sind Vater und Sohn jetzt sogar im selben Lehrjahr. „Vorher mussten wir uns jeden Tag darum kümmern, wie Niklas zur Arbeit kommt und wer ihn abholt. Jetzt können wir jeden Tag zusammen hin- und heimfahren, da wir sogar immer im selben Zeitraum Schule haben“, so René Stein.

Der Junior arbeitet am Standort Hattorf, der Vater am Schacht Herfa

Doch nach 20 Jahren Berufstätigkeit wieder die Schulbank in der Berufsschule in Heimboldshausen zu drücken, war zunächst eine Herausforderung: „Man musste erst mal wieder das ‚Lernen lernen‘, doch viel mehr auch wieder das regelmäßige Schreiben“, sagt René Stein.

Der berufliche Kontakt des Vater-Sohn-Gespanns hält sich allerdings in Grenzen, denn während der Junior als angehender Industriemechaniker am Standort Hattorf beschäftigt ist, arbeitet sein Vater als zukünftiger Bergbautechnologe am Schacht Herfa.

In den Schulphasen werden nach dem Unterricht gemeinsam Hausaufgaben erledigt und man tauscht sich gegenseitig über die jeweilige Ausbildung aus. Sohn Niklas sagt: „Ich finde es cool, dass Papa auch hier arbeitet.“

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