WGR kritisiert Änderungen zum Fahrplanwechsel

Verdruss über fehlenden Schulbus

Reinhard Brandau

Ronshausen. Seit dem gestrigen Montag, dem ersten Schultag nach dem Fahrplanwechsel, müssen die Ronshäuser Schüler der Blumensteinschule Obersuhl statt des bisher verkehrenden Busses den Cantus-Zug nutzen. „Von dieser gravierenden Änderung erfuhren die Schüler in der Vorwoche und alle anderen durch eine Pressemitteilung des Landkreises, die in der HNA einen Tag vor dem Fahrplanwechsel veröffentlicht wurde“, erklärt Reinhard Brandau von der Wählergemeinschaft Ronshausen (WGR).

Die betroffenen Eltern und Schüler seien mit Recht in Aufruhr. „Wir von der WGR kritisieren die Informations- und Entscheidungspolitik des Landkreises auf das Heftigste und fordern eine umgehende Korrektur“, schreibt Brandau in seiner Presseerklärung.

Bisher sei der Schulbus gegen 7.30 Uhr gefahren, und die Kinder konnten an vier Haltestellen in dem 2,5 Kilometer langen Straßendorf zu- und nachmittags aussteigen. Nicht zuletzt die gute Busverbindung sei für die Schulwahl bei Eltern und Schülern mitentscheidend gewesen. Für die Gemeinde stelle eine gute Schulanbindung einen Wohnwert dar. Nun müssten alle Schüler der Blumensteinschule zu dem Haltepunkt der Cantus-Bahn laufen.

„Da die Bahn früher als der Bus abfährt, beginnt für viele Schüler der Fußweg zum Haltepunkt bereits vor 7 Uhr. Unter Berücksichtigung der späteren Rückfahrt der Bahn verlängert sich die tägliche Ausbleibezeit für die meisten um deutlich mehr als eine Stunde“, rechnet Brandau vor. Darüber hinaus würden die neuen Wege zu und von den Haltepunkten in Ronshausen und Obersuhl Gefahren – insbesondere für die jüngeren Schüler – bergen.

WGR: Haltestellen freigeben

„Der Landkreis ist zuständig für die Organisation und die Abwicklung der Schülerbeförderung. Als Gemeinde zahlen wir entsprechende Umlagen. Im Gegenzug können wir erwarten, dass unter anderem ausreichend Beförderungskapazitäten bei den Verkehrsträgern bestellt werden“, beklagt die WGR. Sollten sich trotz aller Sorgfalt Belastungen ergeben, so seien diese intelligenter zu lösen und rechtzeitig zu kommunizieren. „Zumindest für die Schüler in den westlichen und östlichen Ortsteilen von Ronshausen erwarten wir kurzfristig die Freigabe der Haltestellen Sägewerk und Parkanlage“, fordert Brandau. (red/pgo) Foto: Gottbehüt

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