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Verein Niederellenbacher See und Arge Ellenbacher See wollen fusionieren

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Von: Carolin Eberth

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Um sich für den Niederellenbacher See einzusetzen und das Gelände zu pachten, haben sich die beiden Vereine Niederellenbacher See und die Arge Ellenbacher See nun zusammengeschlossen.
Um sich für den Niederellenbacher See einzusetzen und das Gelände zu pachten, haben sich die beiden Vereine Niederellenbacher See und die Arge Ellenbacher See nun zusammengeschlossen. © jörg becker/NH

In Zukunft wollen die beiden Vereine sich gemeinsam für den See einsetzen und ihn von der Gemeinde pachten.

Alheim – Der Verein Niederellenbacher See, der sich schon seit mehreren Jahren für das Areal einsetzt, und die Arge Ellenbacher See, die den Bürgerentscheid gegen den Verkauf des Sees initiiert hatte, schließen sich zusammen. In Zukunft wollen die beiden Vereine sich gemeinsam für den See einsetzen und ihn von der Gemeinde pachten.

Obwohl sich die Konzepte der beiden Vereine schon immer sehr ähnlich waren, scheiterte eine Fusion bislang hauptsächlich an dem Punkt Badebetrieb. Die Arge, die auch aus zahlreichen früheren Mitgliedern des Vereins Niederellenbacher See besteht, möchte seit ihrer Gründung eine Badenutzung ermöglichen, der ältere Verein nicht.

Nach dem Bürgerentscheid am 16. Oktober – bei dem beschlossen wurde, dass der Niederellenbacher See im Eigentum der Gemeinde bleibt – haben sich die Vorstände der Vereine zusammengesetzt und über die Zukunft des Sees gesprochen. „Weil die Konzepte in vielen Punkten übereinstimmen, soll nun gemeinsam gearbeitet werden – auch, um sich nicht gegeneinander ausspielen zu lassen. Naturschutz und eine behutsame Nutzung sollen mit den entsprechenden Absprachen und Genehmigungen organisiert werden, ohne dass das eine das andere ausschließt“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Die anschließenden Mitgliederversammlungen der beiden Vereine hätten dann mit großer Mehrheit eine Fusion beschlossen. Der Vereinsname „Arge Ellenbacher See“ werde zukünftig sinnhaft für alle Menschen rund um den See stehen. „Hinter den Vereinen stehen Menschen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: im Interesse des Seeareals zu handeln. „Es macht keinen Sinn, dass zwei Vereine mit einer großen Übereinstimmung ihrer Ziele nebeneinander agieren“, sagt Michael Wollert vom Vorstand des Vereins Niederellenbacher See. „Das gemeinsame Arbeiten ist Bestandteil unseres Vereinsnamens, diese Fusion ist ein großer Schritt für das Gemeinwohl“, ergänzt Martin Spieker von der Arge.

Sie wollen mit diesem Schritt auch einen Impuls geben, um gemeinsam mit dem Gemeindevorstand, der Gemeindeverwaltung und den Gemeindevertretern einen für alle Beteiligten positiven Abschluss zu finden. Der Gemeindevorstand wurde zuletzt beauftragt, die notariellen, versicherungs- und naturschutzrechtlichen Fragen fundiert zu klären. „Die vereinigte Arge begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich. Eines ihrer Ziele war und ist die differenzierte Bewertung der zuletzt 2019 eingeholten Stellungnahmen. Diese Grundlagen zur Einschätzung der Gefahren und Verkehrssicherungsmaßnahmen könnten nun aktualisiert werden. Die Arge hat dem Gemeindevorstand angeboten, bei der Lösungsfindung mit den jeweils bereits gewonnenen Erkenntnissen konstruktiv mitzuarbeiten“, heißt es von der vereinigten Arge.

Und was ist der Sachstand zur heiß diskutierten Badefrage? „Wir haben einen Badebetrieb ja nie ausgeschlossen. Wir haben einfach nur bislang nicht die Möglichkeit gesehen, dass dies aus rechtlichen Gründen auch klappen könnte. Darum müsste sich dann aber die Arge auch kümmern“, sagt Gerhard Wagner, Vorsitzender des Vereins Niederellenbacher See.

Wie genau eine Fusion der beiden Vereine aussehen wird, ob ein gemeinsamer Vorstand gebildet wird und welche Mitglieder diesen führen sollten, das alles seien noch ungeklärte Fragen. „Wir warten jetzt erst mal ab, was von der Gemeinde kommt. Wir wollen uns alle Optionen offen halten und uns nicht länger von der Politik ausspielen lassen“, sagt Wagner, der selbst auch für die Grünen in der Gemeindevertretung sitzt und bei Abstimmungen zum See den Raum verlassen muss. (Carolin Eberth)

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