Festnahme

Gruppenvergewaltigung auf Mallorca: Vier junge Fußballer aus Hersfeld-Rotenburg verhaftet 

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Ein Verdächtiger wird von der Guardia Civil ins Gericht in Palma de Mallorca geführt. 

Vorwürfe gegen junge Männer aus Hersfeld-Rotenburg: Die spanische Justiz wirft ihnen vor, Donnerstagnacht auf Mallorca eine 18-jährige, deutsche Touristin vergewaltigt zu haben.

Hersfeld-Rotenburg – Ein Gericht auf der Urlaubsinsel hat inzwischen für zwei der Verdächtigen Untersuchungshaft ohne Kaution angeordnet. Ihnen werde „sexuelle Aggression“ vorgeworfen, bestätigte eine Justizsprecherin. Bei einer Verurteilung drohen ihnen bis zu 15 Jahre Haft.

Zunächst waren vier junge Männer im Alter von 19, 21, 22 und 23 Jahren aus dem Kreisgebiet verhaftet worden. Zwei wurden am Wochenende auf freien Fuß gesetzt und dürften „im Prinzip“ aus Spanien ausreisen, so die Sprecherin.

Bei der jungen Frau wurden Blutergüsse an Hals und Handgelenken festgestellt, zudem habe sie Verletzungen im Intimbereich erlitten, melden spanische Medien. Die mutmaßlichen Täter behaupten, es sei einvernehmlicher Sex gewesen.

Nachricht der Festnahme löste Bestürzung aus

Die Nachricht von den Festnahmen löste Bestürzung aus. Die jungen Männer sind im Landkreis vor allem in Fußballerkreisen bekannt. Nach Informationen unserer Zeitung spielten drei in der vergangenen Saison für einen A-Ligisten im Osten unseres Kreises, einer für einen Klub in Bebra. Der Fußballtrainer, der drei der jungen Männer kennt, musste nach Bekanntwerden dieser Schreckensnachricht am Freitagabend nach eigenen Angaben „erst einmal ganz tief Luft holen.“ 

Fußballtrainer steht hinter "seinen Jungs"

Er stellt sich aber klar auf die Seite seiner Spieler. „Für mich würde eine Welt zusammenbrechen, wenn an diesen Vorwürfen etwas dran ist.“ Die Tatverdächtigen seien keine „schweren Jungs“. „Sie haben ein ordentliches Elternhaus in Bebra, machen ihre Jobs und sie sind nie auffällig gewesen“, sagte er. (mit Sascha Herrmann und dpa)

Anmerkung der Redaktion: Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nennen wir die Namen der Verdächtigen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht. 

Weitere Infos zum Fall gibt es auch in unserem News-Ticker.

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