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Gemeindevertretung Ludwigsau beschließt Glasfaserausbau

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Von: Laura Hellwig

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Der Verkehr wird noch zunehmen: Durch die Ansiedlungen im Unternehmenspark Bad Hersfeld-Ludwigsau ist die B27 stark belastet. archiv
Der Verkehr wird noch zunehmen: Durch die Ansiedlungen im Unternehmenspark Bad Hersfeld-Ludwigsau ist die B27 stark belastet. archiv © Laura Hellwig

Die Ludwigsauer Gemeindevertreter haben bei ihrer Sitzung am Donnerstag einstimmig beschlossen, den Glasfaserausbau in der Kommune vorantreiben zu wollen.

Niederthalhausen - Das Telekommunikationsunternehmen Goetel sei auf die Gemeinde zugekommen und habe ihr Interesse am eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau für Ludwigsau bekundet. Die Firma nutze das vorhandene Netz der Netcom Kassel und würde ihren Ausbau in den nördlichen Ortsteilen beginnen, „dort, wo es eine Mangelversorgung gibt“, ergänzt Hagemann.

Der Haupt-Finanz- und Bauausschuss (HFB) unterstützt das Vorhaben. Durch die Eigenwirtschaftlichkeit kämen auf die Gemeinde keine Kosten zu, so Ausschuss-Vorsitzender Max Braun. Für die Mitglieder des HFB stellt der Glasfaserausbau einen entscheidenden Standortfaktor dar und stellt die Weichen für die Zukunft. Tino Hölzer unterstrich die Zustimmung der SPD-Fraktion zu dieser Beschlussfassung. „So richtig schnelles Internet ist für viele Bürger aus Ludwigsau ein Fremdwort“, stellte er fest. Umso schöner sei es deshalb, dass sich jetzt eine Tür auftut. Hölzer bat die Gemeindevertreter, sich dafür einzusetzen, dass die für den Ausbau benötigte Anzahl an Interessenten erreicht wird.

Ein Eilantrag der SPD-Fraktion wurde mit auf die Tagesordnung genommen. Er thematisierte den Verbleib einer Postfiliale in der Gemeinde. Die einzige Postfiliale in Ludwigsau, ansässig in einem Lebensmittelmarkt, schließt zum Ende dieses Monats, der Markt im Besengrund-Center schließt ebenfalls. Damit Bürgerinnen und Bürger nicht bis nach Bad Hersfeld, Rotenburg oder Homberg fahren müssen, um ein Paket zu verschicken, Briefmarkten zu kaufen oder andere Dienstleistungen in Anspruch nehmen zu können, forderte die SPD in ihrem Eilantrag alle Möglichkeiten für eine Nachfolgelösung zu prüfen.

Bereits in seinen Mitteilungen aus dem Gemeindevorstand sagte Bürgermeister Wilfried Hagemann, dass bislang kein Unternehmen Bereitschaft signalisiert habe, die Poststelle zu übernehmen. Nach Auskunft der Deutschen Post AG sei das Unternehmen nun auf der Suche nach privaten Mietflächen. Max Braun, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender, forderte den Gemeindevorstand auf, erneut das Gespräch mit Gewerbetreibenden zu suchen. Sollte keine kurzfristige Lösung gefunden werden, „muss man eben etwas unkonventionell denken“. Braun schlug daher die Einrichtung der Poststelle in der Gemeindeverwaltung vor. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.

Ebenfalls einstimmig wurde ein SPD-Antrag angenommen, wonach die Gemeindevertretung beauftragt wird, Möglichkeiten einer zweiten Anbindung des Unternehmensparks Bad Hersfeld-Ludwigsau zur B 27 zu prüfen. Ob Schwerverkehr, Arbeitnehmer, Anwohner oder Rettungskräfte – der gesamte Verkehr verläuft über die B 27. Dass hier ein Nadelöhr entstehen kann, habe sich bereits in der Vergangenheit gezeigt. Die Flächen im Unternehmenspark seien nun fast vollständig veräußert. „Mit jeder Fertigstellung einer Halle wird die Belastung zunehmen“, sagte er.

Dem Antrag kam auf positive Weise entgegen, dass Bürgermeister Hagemann bereits zu Beginn der Versammlung von einem in Auftrag gegebenen Verkehrsgutachten berichtete. Dieses könne nun dazu dienen, in der Folgediskussion Argumente zu untermauern.

Gespräche mit Hessen Mobil hätten überdies ergeben, dass die Behörde einen Kreisel aufgrund gesetzlicher Vorschriften ablehnt und stattdessen eine „Lichtzeichenanlage“ bevorzuge. Das Gutachten hatte Hagemann im Kontext zur Einbringung des Nachtragshaushalts ins Gespräch gebracht, da sich dieses hier niedergeschlagen würde. Der Nachtragshaushalt wurde in die Ausschüsse verwiesen.

Von Laura Hellwig

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