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Veterinärmediziner im Kreis begrüßen Gebührenänderung

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Von: Laura Hellwig

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Veterinärmediziner im Kreis begrüßen Gebührenänderung © Roland Weihrauch/dpa

Der Bund hat eine geänderte Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) beschlossen, wonach zahlreiche Leistungen für Tierhalter teurer werden. Die neue GOT ist seit Ende November in Kraft und passt die tierärztlichen Leistungen an den veterinärmedizinischen Erkenntnisstand sowie die Gebührensätze an die wirtschaftlichen Erfordernisse einer Tierarztpraxis an.

Hersfeld-Rotenburg – Darüber informiert die Bundestierärztekammer auf ihrer Internetseite. Die letzte umfassende Gebührenänderung fand im Jahr 1999 statt.

„Die alte Gebührenordnung war stark veraltet“, sagt Tierärztin Sarah Mohr von der Tierarztpraxis Brandau in Alheim. In der Praxis sei man sich bewusst, dass die mit der neuen GOT zusammenhängenden Preiserhöhungen zu einem ungünstigen Zeitpunkt kommen, an dem es ohnehin in allen Lebensbereichen Preissteigerungen gibt. Jedoch weist die Tierärztin darauf hin, dass zum einen schon seit über zwei Jahren an den Neuerungen gearbeitet worden sei. Zum anderen sorge die GOT-Novelle dafür, dass zum Beispiel Mitarbeitende besser bezahlt und die Notdienst-Strukuren verbessert werden können. Für die Leistungen hält die GOT an einem Mindest- und einem Maximal-Gebührensatz (einfach bis dreifach) fest. In diesem Rahmen können die Praxen ihre Preise selbst festlegen, erklärt Mohr.

Die Reaktionen der Tierhalter auf die Erhöhung seien unterschiedlich. Einige seien zunächst erschrocken, wenn sie von den Preiserhöhungen erfahren, berichtet Mohr. „Wenn wir aber erklären, wie sich die Preise zusammensetzen und was damit zusammenhängt, haben die Menschen Verständnis“, so die Tierärztin. Antje Fey-Spengler, Tierärztin auf dem Bad Hersfelder Wehneberg, sagt dazu: „Ich denke, die Menschen sind bereit, mehr zu bezahlen, denn das Haustier ist für viele ein wichtiger Teil der Familie.“ Auf dem Wehneberg sowie in Alheim ist zudem eine Ratenzahlung der Tierarztrechnungen möglich. „Wir empfehlen auch immer eine Tierkrankenversicherung“, so Fey-Spengler.

Auch für das Tierheim des Landkreises steigen nun die Kosten, das Unterschreiten des neuen, einfachen Gebührensatzes ist nicht zulässig. Lediglich für eingefangene Tiere, die kastriert werden müssen, seien die Preise vergünstigt, erklärt Tierheim-Tierarzt Gerald Schmidt aus Schenklengsfeld. Man suche nun nach Lösungen, wie das Tierheim die finanzielle Mehrbelastung stemmen kann, so Schmidt.

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