Die Kindertagesstätte Pusteblume in Breitenbach hat ihr neues Gebäude bezogen

Viel Platz für 94 Kinder

Hier schmeckt es: In der neuen Kindertagesstätte Pusteblume in Breitenbach haben sich die Erzieherinnen Ann-Christin Holstein, Julia Sippel, Waltraud Bachmann und Maritta Heese (von links) und die Kinder schon gut eingewöhnt. Fotos: Meyer 

Breitenbach. „Werde, der du bist“, steht in großen, aus Pappe ausgeschnittenen Buchstaben über der Kindergarten-Garderobe im großen Empfangsraum und verrät das hier geltende Erziehungsprinzip. Die Kinder der Breitenbacher Kindertagesstätte Pusteblume sind jetzt in das neue Gebäude am Storchenweg umgezogen. Außerdem sind in die hier entstandene Krippe 14 Krippenkinder eingezogen.

Das Gebäude war gebaut worden, weil das alte Haus am Standort Fuhrmannweg marode war. Außerdem ist die Stadt Bebra so nun in der Lage, Krippenplätze anzubieten.

Das L-förmige Gebäude ist hell und geräumig. Im Kindergartenteil ist Platz für drei Gruppenräume, eine kleine Turnhalle, sanitäre Anlagen und das Bistro, einen Raum, in dem die Kinder ihre Mahlzeiten einnehmen. Der Krippenbereich bietet zwei Gruppenräume und einen Schlafraum. Es ist Platz für 70 Kindergarten- und 24 Krippenkinder. Zwölf Erzieherinnen und ein Praktikant arbeiten dort momentan.

Den großzügigen Spielplatz auf dem Gelände dürfen die Kinder noch nicht benutzen, der TÜV muss ihn noch abnehmen.

So lange spazieren die Kinder mit den Erzieherinnen zum alten Standort, um draußen zu spielen. Der Neubau hat 2,5 Millionen Euro gekostet und wurde vom Land Hessen mit 300 000 Euro bezuschusst. Träger ist die Stadt Bebra.

Leiterin Maritta Heese ist glücklich mit dem neuen Gebäude, in dessen Planung sie eingebunden war. Den Erziehungsprinzipien kommt es entgegen.

Freie Wahl

Die Kinder haben jeden Tag die freie Wahl, ob sie den Raum des Theater-, Künstler- oder Baulands aufsuchen, um zu spielen und sich kreativ zu betätigen.

„Die freie Wahl ist wichtig“, erklärt Heese, „Kinder lernen in dem Alter ganz viel, aber nur das, was sie lernen möchten.“

Der Spruch „Werde, der du bist“ ist Heese ganz wichtig. Es gehe darum, jedes Kind nach dem eigenen Wesen zu fördern.

„Das ist die Hauptarbeit“, erklärt sie. „Man kann aus A nicht B machen.“

Von Achim Meyer

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