Zu viel Schnee: Schulen kalt erwischt

Gerhard Finke, Staatliches Schulamt

Tief Petra sorgte am Donnerstag und Freitag dafür, dass viele Kinder früher in die Ferien geschickt wurden. Viele Eltern wussten aber nicht, ob der Unterricht auch an ihrer Schule ausfallen würde. Wir fragten nach bei Gerhard Finke vom Staatlichen Schulamt für die Kreise Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner.

Herr Finke, wie können sich Eltern zuverlässig informieren, ob Schule stattfindet oder nicht?

Gerhard Finke: Auch Schulen sind lernende Systeme. Der Wintereinbruch mit dem vielen Schnee hat uns kalt erwischt. Wir organisieren das jetzt und sorgen dafür, dass es künftig zuverlässige Informationen gibt. So sollen die Schulen diese Informationen über ihre Internetseiten verbreiten. An der Modellschule Obersberg zum Beispiel gab es die Regelung, dass möglicher Unterrichtsausfall ab 6.15 Uhr auf der Hompage angekündigt worden wäre. Wir selbst informieren künftig auf der Seite des Staatlichen Schulamts unter www.schulamt-bebra.hessen.de ab 7.30 Uhr fortlaufend, sobald uns die Schulen ihrerseits informiert haben, dies geben wir unverzüglich an Zeitungen und Rundfunk weiter.

Können die Eltern allein entscheiden, dass ihr Kind bei extremen Witterungsverhältnissen zu Hause bleibt?

Finke: Die Schulpflicht ist auch mit einem solchen Wintereinbruch nicht außer Kraft gesetzt. Wenn es aber zu riskant ist, Kinder auf den Schulweg zu schicken, dann wird das die Schule auch akzeptieren.

Hätte man nicht allein die Fahrschüler vom Unterricht befreien können?

Finke: Das kommt auf die Zusammensetzung der Schülerschaft an. Bei einem hohen Anteil von Fahrschülern ist die komplette Schließung etwa an weiterführenden Schulen sinnvoller. Besonders an den Grundschulen ist aber eine komplette Schließung nicht immer geboten. Das zuverlässige Angebot einer Betreuung ist für viele Eltern dringend erforderlich. (ank)

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