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Vier Lämmer von Weide gestohlen: Hobby-Schafhalter hoffen auf Hinweise

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Von: Carolin Eberth

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Die einzigen Lämmer die nun noch übrig sind: Sam und Leonie.
Die einzigen Lämmer die nun noch übrig sind: Sam und Leonie. © privat/NH

Von einer Weide bei Baumbach sind vier Lämmer gestohlen worden. Die Schafhalter hoffen nun auf Hinweise aus der Umgebung.

Baumbach – Eine böse Überraschung hat Familie Häde in Baumbach am vergangenen Freitag erlebt. Von ihrer Weide oberhalb von Baumbach Richtung Oberellenbach – die mit einem unter Strom stehenden Zaun gesichert war – wurden in der Nacht von Donnerstag, 29. Dezember, auf Freitag, 30. Dezember, vier weiße Lämmer gestohlen.

Eines der Lämmer trug den Namen Ede und hatte eine ganz besondere Verbindung zu den Hobby-Schäfern Sabrina und David Häde sowie zu ihren drei Kindern. „Ede war die erste Flaschenaufzucht auf der Weide. Die vorigen Flaschenlämmer haben wir immer zu uns nach Hause geholt, weil es einfacher war mit dem Füttern. Dann hatten wir jedoch immer das Problem, sie an die Herde zu gewöhnen. Bei Ede haben wir es anders gemacht. Er konnte bei der Herde aufwachsen und wir sind für jede Flasche zu ihm gefahren“, erinnert sich Sabrina Häde.

Ihre drei Kinder seien nun todunglücklich nach dem Verlust. „Wir Eltern haben die Hoffnung schon aufgegeben, die vier Lämmer nochmal wiederzusehen. Unsere Kinder haben mit den Tieren noch nicht abgeschlossen“, sagt Sabrina Häde.

Bis zum 29. Dezember hatte die Familie 13 Schafe oberhalb von Baumbach auf einer Weide stehen. „Am 30. Dezember wollte mein Mann die Schafe dann zu uns in den Stall holen. Doch als er ankam, da fehlten die vier Lämmer bereits. Dann waren es nur noch neun.“

Flaschen-Lamm Ede, wie es im Sommer von dem fünfjährigen Sohn Alexander Häde gefüttert wurde.
Flaschen-Lamm Ede, wie es im Sommer von dem fünfjährigen Sohn Alexander Häde gefüttert wurde. © privat

Dass ein Wolf die Lämmer, im Alter von sechs Monaten, von der Weide geholt hat, schließen die Hobby-Schäfer aus. „Wir haben die gesamte Weide nach Spuren untersucht. Nichts war zu finden. Auch die Stromlitzen waren noch in Ordnung und hingen nicht auf dem Boden.“ Deshalb schließt Sabrina Häde auch aus, dass die Lämmer ausgerissen sind. „Wir haben auch die gesamte Umgebung um die Wiese abgesucht, aber keine Spur.“ Verdächtig sei außerdem, dass der Strom am Zaun ausgeschaltet wurde. „Sowas kann kein Wolf oder Schaf, das müssen Menschen gewesen sein“, so Häde. Zum Verhängnis geworden sei den Schafen schließlich ihre Zahmheit gegenüber Menschen. „Das hat es den Tätern einfach gemacht. Lamm Ede kam zum Beispiel immer angerannt, wenn wir uns der Weide genähert haben. Er war überhaupt nicht scheu.“ Anzeige bei der Polizei habe die Familie noch vor der Jahreswende gestellt. Große Hoffnung habe sie zwar nicht, dass ihre Tiere wieder auftauchen, „wir sind allerdings über jeden Hinweis dankbar von Leuten, die etwas mitbekommen haben.“ (Carolin Eberth)

Hinweise: 0152-02813448

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