Vom Kicker bis zur Küche – nun ist alles drin

Mit neuem Konzept: Der Ronshäuser Jugendraum ist bereit für die Eröffnung

Sozialarbeiterin Diana Voigt-Hohoff und Bürgermeister Markus Becker vor dem neuen Tischfußball im Nebenraum des Ronshäuser Jugendraums im Haus des Gastes.
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Im Nebenraum kann künftig auch gekickert werden: Unser Foto zeigt Sozialarbeiterin Diana Voigt-Hohoff und Bürgermeister Markus Becker. Die Billard-Queues, die beide in ihren Händen halten, sind für den Tisch im Hauptraum gedacht.

Nun ist er fertig – eigentlich zur Unzeit mitten im Corona-Lockdown: Der frisch renovierte Jugendraum im Haus des Gastes in Ronshausen.

Ronshausen – Nachdem dort im vergangenen Jahr ordentlich entrümpelt und erneuert worden ist, sind die ehemaligen Räumlichkeiten des Ronshäuser Jugendclubs nun kaum wiederzuerkennen. „Wir haben sie im Stil eines offenen Wohnzimmers hergerichtet“, sagt Bürgermeister Markus Becker. Freundlich, hell und gemütlich ist die Gestaltung ausgefallen. Moderne Lounge-Möbel in Form von Holzpaletten mit bequemen Kissenauflagen sind aufgestellt worden, damit die Jugendlichen sich dort künftig in lockerer Atmosphäre austauschen können. Auch an einem großen Tisch mit vielen Stühlen kann man sich zusammensetzen – wenn das denn zurzeit erlaubt wäre.

Ein Billardtisch und eine Dartscheibe sowie ein Tischfußball sollen für Abwechslung bei Spaß und Spiel sorgen und zur medialen Unterhaltung stehen ein neuer, großer Fernseher und ein W-Lan-Hotspot für die kostenlose Internetversorgung zur Verfügung. Die alte, kneipenähnliche Einrichtung, zu der ein langer Tresen und ein DJ-Pult gehörten, ist einer voll ausgestatteten, schicken Küchenzeile gewichen. „Das lässt auch schon klar erkennen, dass wir am Konzept für die künftige Jugendarbeit hier Einiges geändert haben“, sagt Bürgermeister Becker.

Organisation im Jugendraum wird komplett geändert

„Die Jugendlichen sind sich im Jugendraum künftig nicht mehr einfach sich selbst überlassen, sondern werden sozialpädagogisch von uns betreut“, erklärt Diana Voigt-Hohoff, die als Sozialarbeiterin zehn Stunden wöchentlich für die Gemeinde Ronshausen tätig ist. Geplant sei, dass ehrenamtliche Helfer sie bei ihrer Arbeit künftig unterstützen. „Wir möchten dabei gerne auch die örtlichen Vereine in unser Angebot integrieren“, sagt Becker. Von Kreativ-Workshops über Sportkurse und Ausflüge sei da alles denkbar. Auch Veranstaltungen zur Suchtprävention oder anderen medizinischen Themen sowie ein Babycafé für junge Eltern – all das könne in den neuen Räumlichkeiten nun veranstaltet werden.

Startklar für Spaß und Spiel: Der Billard-Tisch im Hauptraum - auf dem Foto im Vordergrund - muss zwar erst noch komplett aufgebaut werden. Ansonsten ist im frisch renovierten Jugendraum allerdings fast alles bezugsfertig – wenn da nicht Corona wäre.

„Uns ist es wichtig, dass wir hier gemeinsam mit den Vereinen etwas auf die Beine stellen und nicht etwa bestehende Angebote verdrängt werden sollen“, erklärt der Bürgermeister. Wenn Vereine für ihre Jugendarbeit einen Raum zum Treffen benötigen, so könnten sie den Jugendraum gerne bei der Gemeinde anfragen und benutzen.

All das ist allerdings zurzeit wegen des Corona-Lockdowns und der Kontaktverbote natürlich noch nicht möglich. „Im kommenden Frühjahr werden wir gemeinsam auf die Vereine und mögliche Helfer zugehen, um die Pläne zusammen zu erarbeiten“, kündigen Voigt-Hohoff und Becker daher an. Doch trotz Corona sei die Jugendarbeit in Ronshausen nicht völlig eingestellt: „Wir wissen, dass gerade die Corona-Zeit massive Auswirkungen auf die Familien hat – deshalb stehe ich als Ansprechpartnerin gerade jetzt natürlich zur Verfügung“, sagt die Sozialarbeiterin.

Telefonisch ist Diana Voigt-Hohoff montags von 12 bis 20 Uhr und dienstags bis freitags von 8.30 bis 17 Uhr unter ihrer Mobilfunknummer 01 72/4 28 33 21 erreichbar, um Probleme zu besprechen. Sie bietet zudem – unter corona-konformen Bedingungen und nach Vereinbarung – auch persönliche Gespräche im Ronshäuser SOS-Büro im Haus des Gastes neben dem Haupteingang an. „Keiner soll sich gerade in diesen heftigen Zeiten alleine und verlassen fühlen müssen“, sagt sie.

„Wir hoffen, dass sich die Situation im neuen Jahr möglichst schnell verbessert und wir mit unserem Projekt durchstarten können – damit die frisch renovierten Räume nicht allzu lange ungenutzt leer stehen müssen“, sagt Bürgermeister Becker. Sobald es die Corona-Krise erlaube, wolle man den Jugendraum dann auch festlich offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Von Peter Gottbehüt

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