Von der verlorenen Zeit

„Momo“ ist das Familienstück in der Stiftsruine

Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, erklärt Beppo Straßenkehrer (Günter Alt) seiner Freundin Momo (Janina Stopper). Noch haben die Grauen von der Zeitsparkasse die Menschen nicht in Hektik versetzt.
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Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, erklärt Beppo Straßenkehrer (Günter Alt) seiner Freundin Momo (Janina Stopper). Noch haben die Grauen von der Zeitsparkasse die Menschen nicht in Hektik versetzt.

Heute Abend wird die Stiftsruine zum Amphitheater: Um 20 Uhr feiert das Familienstück „Momo“ Premiere.

Bad Hersfeld - Das Mädchen Momo lebt in einem Amphitheater in der Nähe der Stadt und verbringt glückliche Tage mit ihren Freunden Beppo Straßenkehrer, Gigi Fremdenführer und einigen Kindern aus der Umgebung. Momo hat eine ganz besondere Gabe: Sie kann gut zuhören und damit andere trösten. „Geh doch zu Momo“, wird zu einem geflügelten Wort.

Doch plötzlich tauchen die Grauen auf, die Agenten einer Zeitsparkasse. Sie wollen, dass die Menschen Zeit sparen und ihre Zeit nicht mit vermeintlich unnützen Beschäftigungen wie Lesen oder Spielen verbringen. Während die Menschen immer hektischer werden, vergessen sie, im Jetzt zu leben und das Schöne zu genießen. Auch die Besuche bei Momo bleiben aus.

Momo spürt die Kälte, die durch das Zeitsparen aufkommt und will etwas dagegen tun. Kann sie mithilfe der Schildkröte Kassiopeia den Weg zum geheimnisvollen Meister Hora finden, dem Hüter der Stundenblumen, und den Menschen ihre verlorene Zeit zurückbringen?

Die Macher versprechen ein bezauberndes Theatererlebnis für die ganze Familie (ab sechs Jahre) nach Michael Endes bekanntem und erfolgreichen Roman aus dem Jahr 1973, voller Poesie und philosophischer Zwischentöne, mit viel Humor, Zauberei, Tanz und Musik von Wilfried Hiller. Inszeniert wird „Momo“ von Georg Büttel, der das Stück bereits beim Kultursommer in Garmisch-Partenkirchen auf die Bühne brachte. Wilfried Hiller verband eine jahrelange künstlerische Partnerschaft und Freundschaft mit Michael Ende. Gemeinsam schufen sie mehrere erfolgreich Bühnenwerke. Hiller feiert in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag. In der Stiftsruine wird die Musik von der Band der Bad Hersfelder Festspiele umgesetzt.

Für einige wenige Aufführungen sind noch Restkarten erhältlich. (Nadine Maaz)

Das Familienstück „Momo“

Regie: Georg Büttel, Musik: Wilfried Hiller, Musikalische Leitung: Christoph Wohlleben, Choreographie: Annette Taubmann, Bühne: Thomas Bruner, Kostüme: Rabea Stadthaus, Lichtdesign: Peter Bothmann, Ton- und Sounddesign: Jörg Grünsfelder, Puppenbau: Pauline Späte. Puppen-Coaching und magische Beratung: Gaston Florin, Darsteller: Janina Stopper (Momo), Günter Alt (Beppo Straßenkehrer), Sebastian Brummer (Gigi Fremdenführer). In diversen Rollen: Otto Beckmann, Aki Tougiannidis, Andreas Bittl, Pia Kolb, Nadine Germann, Thomas Pfertner, Veronika Hörmann, Anna Knott, Kiara Brunken. Band: Christoph Wohlleben, Sven Aberle, Takashi Bernhöft, Brigitte Haas, Robert Walla. Dauer: circa zwei Stunden (ohne Pause).

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