Mit Heeresmusik-Korps und JGS-Blasorchester

Von Filmhits bis Marschmusik: Wohltätigkeits-Konzert in Rotenburg

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Großer Mann vor vielen Leuten: Oberstleutnant Tobias Terhardt dirigierte am Dienstagabend in der Rotenburger „Musikarena“ nicht nur seine eigene Truppe, sondern bei einigen Stücken auch das mit Profimusikern verstärkte Blasorchester der Jakob-Grimm-Schule, in dem darüber hinaus sogar Schulleiterin Sabine Amlung - als Saxophonistin - mitwirkte.

Bei dem Benefiz-Konzert am Dienstag, 21. Mai, 2019, haben Schüler der Jakob-Grimm-Schule gemeinsam mit Soldaten des Heeresmusik-Korps auf der Bühne musiziert. 

Ein Gewinn in jeder Hinsicht war das von der Jakob-Grimm-Schule veranstaltete Wohltätigkeitskonzert mit dem Heeresmusikkorps Kassel und dem schuleigenen Blasorchester.

Und eine große Freude für alle Beteiligten, denn schon als die 60 Schülerinnen und Schüler in die Göbel Hotels Arena einziehen und auf der Bühne Platz nehmen, werden sie mit sehr freundlichem Applaus empfangen. Kein Wunder, alle sind gespannt und in froher Erwartung, wie etwa Ursula und Reiner Erbe aus Braach, die das Konzert als Geburtstagsgeschenk genießen wollen.

Aufmerksam hören sie zu, wie es mit dem quicklebendigen „Captain America March“ losgeht und wie Schulleiterin Sabine Amlung von den Vorbereitungen für das außergewöhnliche Projekt berichtet. Das Besondere dabei war, dass zehn „Musiksoldaten“ samt Chef, Oberstleutnant Tobias Terhardt, in die Schule gekommen sind und in verschiedenen Instrumentengruppen drei Einheiten lang miteinander gelernt und geprobt haben. 

„Von Profis etwas gezeigt und Verbesserungsvorschläge gemacht zu bekommen, vermittelt noch einmal ganz andere Eindrücke und Einsichten“, erläutert Alisa Walter, die sich die Leitung des Schulorchesters mit Manfred Schmidt teilt.

Erlös geht an dien Verein "Aktion für behinderte Menschen"

Aber das ist nur der Hintergrund. Im Vordergrund steht am Dienstagabend die Musik, die auch ablenken soll vom Alltag, wie Christina Kindler, die Vorsitzende des Vereins „Aktion für behinderte Menschen“, dem vor allem der Erlös des Konzerts zu Gute kommt, betont. Kreisbeigeordneter Karsten Backhaus spricht für den Schirmherrn Landrat Dr. Michael Koch, und Bürgermeister Christian Grunwald freut sich darüber, dass es nach der aus eher betrüblichem Anlass dargebrachten Abschiedsserenade ein Wiedersehen mit den Soldaten gibt.

Die anschließend von den Schülern mit Unterstützung einiger Soldaten gespielten Stücke sind durchaus anspruchsvoll. Sie stammen aus Filmen wie etwa „Jurassic Parc“, beschreiben aber auch die Unterschiedlichkeit von Menschen („Twins“). Die Soldaten eröffnen den Reigen „ihrer“ Werke mit der schmissigen Ouvertüre zur Operette „Die schöne Galathée“ von Franz von Suppé. Besonders stimmungsvoll, mit vielen bekannten Motiven, erklingt die „Suite from Hymn of the Highlands“, die das Auditorium nach Schottland entführt. Für das Geburtstagskind Ursula Erbe ist die im dritten Satz „mit Pauken und Trompeten“ erklingende und letztendlich fast so etwas wie „Alarm“ auslösende Suite der schönste Programmteil des Abends.

Ein Höhepunkt des Abends

Zu Höhepunkten des Konzertabends gestalten sich der Graf-Zeppelin-Marsch, der Fehrbelliner Reitermarsch, das 80er-Jahre-Medley mit Gesangseinlagen von Stabsfeldwebel Markus Klöppner und die herrlich miteinander verwobenen „Quintessenzen“ von Easy-Listening-Charmeur Henry Mancini, die - auch - Big-Band-Sound in die sehr gut besetzte „Musikarena“ pfeffern. Mit dem Radetzky-Marsch, allumfassenden Danksagungen, Geschenküberreichungen, dem Appell zur Europawahl zu gehen und der „aus voller Überzeugung in adäquater Qualität“ gespielten Nationalhymne klingt die Benefizveranstaltung aus.

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