ZWISCHEN DEN ZEILEN

Von Zeichen der Hoffnung und tollem Einsatz

Zugegeben, in Anbetracht der ständigen Hiobsbotschaften und in dem Wissen, wie hart die Situation für viele Menschen gerade ist, fällt es manchmal schwer, das Positive zu sehen.

Christine Zacharias, Redakteurin Hersfelder Zeitung

Bad Hersfeld - Doch es gibt sie noch, die guten Nachrichten: So wird zum Beispiel gerade an vielen Stellen in Bad Hersfeld eifrig gebaut. Geschäftsleute nutzen die Chance der verordneten Schließung, um zu sanieren, umzubauen, Neues zu schaffen. Das News-Café hat neue Fenster bekommen, ein Bauzaun um das ehemalige Haushaltswarengeschäft Grebe kündet von Arbeiten an dem neuen gastronomischen Angebot der Firma Gerlach, das Stoff- und Wolllädchen von Sauer wird zu einem Marken-Outlet umgebaut, im ehemaligen HZ-Gebäude wurde abgerissen und auch das Fahrradgeschäft Raab ist zurzeit eine Baustelle, um nur einige der Projekte zu nennen. Gestern wurden dann auch die Pläne des VR-Bankvereins für das Herkules-Center veröffentlicht. So viel Bautätigkeit ist auch ein Zeichen von Hoffnung, dass es nach Corona weiter gehen wird, dass Bad Hersfeld die lebendige, einladende, lebenswerte Stadt bleibt, die wir alle lieben.

Besondere Anerkennung für ihren engagierten und fordernden Einsatz haben zurzeit alle diejenigen verdient, die dafür sorgen, dass das Leben weitergeht, auch wenn es kübelweise Schnee vom Himmel schüttet. Tag und Nacht waren die Räum- und Streufahrzeuge in den Dörfern und Städten, auf Landstraßen und Autobahnen unterwegs, um die Schneemassen beiseitezuschieben und den Weg frei zu machen. Dass sie nicht überall zur gleichen Zeit sein können, ist eigentlich logisch. Räum- und Streupläne regeln, dass zuerst die Hauptverkehrsstraßen, die Steigungs- und Gefällstrecken, die Wege zu Krankenhäusern und ähnlich wichtige Straßen dran sind. Und wenn es stundenlang schneit, ist es auch nicht damit getan, einmal durchzufahren. Dementsprechend kann es dauern, bis auch die Nebenstraßen in den Wohngebieten geräumt werden, manchmal auch mal ein paar Tage. Da haben dann die Meckerer Hochkonjunktur, die alles besser wissen und nur sich selber sehen. Dabei gab es auch viele tolle Beispiele für Nachbarschaftshilfe. Ein Leser erzählte uns von einem jungen Paar, das einfach selbst die Straße freischippte, als kein Räumfahrzeug kam. Respekt! Richtig geärgert haben mich die Facebook-Kommentare zu unserem Artikel über das Verkehrschaos auf der A 4. Statt Lob für die ehrenamtlichen Helfer, die die Fahrer mit heißen Getränken und Decken versorgten, gab’s Gemecker über lauwarmen Tee. Geht’s noch?

Einen Namensvetter zu haben, ist grundsätzlich nichts Ungewöhnliches. Trotzdem ist der eine Wilfried Bätz aus Bad Hersfeld bei jeder Kommunalwahl ein wenig genervt, weil er immer wieder auf sein politisches Engagement für die Freien Wähler angesprochen wird. Vor Jahren hatte ihn sogar sein damaliger Chef ins Gebet genommen und um vorherige Information gebeten. In Bad Hersfeld gibt es aber zwei Herren mit Namen Wilfried Bätz. Der eine lebt in Asbach und stellt sich für Stadtparlament und Kreistag zur Wahl, der andere lebt in der Kernstadt und ist im Kirchenvorstand, beim Verein Taube und sportlich in Oberaula aktiv. Die beiden haben sich noch nie persönlich getroffen, obwohl sie immer wieder Anrufe und Post für den jeweils anderen erhalten. Vielleicht hätten die engagierten Wilfrieds sich ja Einiges zu erzählen.

Rubriklistenbild: © Maaz, Nadine

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