589 Kollisionen mit Tieren im vergangenen Jahr – Mehr Wildschweine im Landkreis

Vorsicht, Wild: Zahl der Unfälle im Landkreis gestiegen

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Hersfeld-Rotenburg. Mit der Zeitumstellung steigt wieder das Risiko, mit Wild zu kollidieren. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ist die Zahl der Wildunfälle in den vergangenen Jahren fast kontinuierlich gestiegen.

589 gab es laut Polizei im vergangenen Jahr, 2014 waren es „nur“ 474, in den Jahren zuvor bis 2010 zwischen 517 und 566. Und es werden vermutlich auch in diesem Jahr nicht weniger, wenn man die Zahl der Polizeimeldungen betrachtet und von wachsenden Populationen ausgeht.

Meist bleibt es bei Blechschäden, doch gerade bei Kollisionen mit größeren Tieren kann es laut Kersten Eidam vom Forstamt Bad Hersfeld für Autofahrer gefährlich werden. „Die Tiere werden sozusagen unterfahren und können leicht auf der Windschutzscheibe landen“, erklärt Eidam. Neun Verletzte bei Wildunfällen verzeichnete die Polizei 2015.

Vor allem nachts und in der Dämmerung ist Wild unterwegs. Nicht nur Rehe, auch Wildschweine werden dann zur Gefahr beziehungsweise sind in Gefahr. Und davon gibt es laut Eidam und Dr. Hans-Werner Führer, Leiter des Forstamts Rotenburg, in diesem Jahr besonders viele. Grund seien unter anderem die milden Temperaturen und das reichhaltige Nahrungsangebot. Es sei deshalb anzunehmen, dass in diesem Jahr insbesondere die Zahl der Unfälle mit Wildschweinen zunimmt. Das gelte jetzt nach der Zeitumstellung, aber auch für die Paarungszeit Ende November/Anfang Dezember.

Dass es im Landkreis einige besonders gefährliche Bereiche gibt, bestätigen die Jäger und Forstämter, wobei eigentlich überall mit Schildern vor der Gefahr gewarnt würde. Das Wild soll zudem mit Reflektoren abgeschreckt werden, allerdings haben sich die Tiere laut Polizeisprecher Martin Schäfer inzwischen an diese gewöhnt. „Überall, wo Wald, Felder und Hecken die Straße säumen, besteht die Gefahr, dass Wild kreuzt“, warnt Wilfried Marchewka, Vorsitzender des Kreisjagdvereins Hersfeld.

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