Strategie gegen niedrige Zinsen

VR-Bankverein Bad Hersfeld-Rotenburg setzt auf Mieteinnahmen

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So soll der Neubau mit Mietwohnungen in Bebra aussehen. Rechts daneben das ebenfalls noch neue Haus "Fritz 50".

Bebra. Große Pläne hat der VR-Bankverein Bad Hersfeld-Rotenburg mitten in Bebra. Schon im Frühjahr sollen die Bauarbeiten für ein Wohn- und Geschäftsgebäude an der Nürnberger Straße gegenüber dem Einkaufzentrum „das be!“ beginnen.

Dafür werden zwei Häuser abgerissen. Weitere Pläne hat der VR-Bankverein mit dem komplett freigeräumten Grundstück hinter diesen Häusern. Dort, an der Friedrichstraße, ist ein weiteres Haus mit Wohnungen für Menschen mit Beeinträchtigungen im Gespräch.

Noch nicht in trockenen Tüchern ist die Nutzung durch die Sozialen Förderstätten, die einen Wohnersatzbau brauchen. Grund hierfür ist die Umwandlung von Zwei-Bett-Zimmern in Ein-Bett-Zimmer in der Wohnanlage am Wasserturm.

Das gesamte Grundstück befindet sich im Eigentum des VR-Bankvereins, sagte Thomas Balk vom VR-Bankverein-Vorstand. Balk und seine Vorstandskollegen Hartmut Apel, Hans-Georg Germeroth und Wilfried Stolz planen die neuen Häuser in architektonischer Anlehnung an das Haus „Fritz 50“ direkt daneben. Hier sind im vergangenen Jahr das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) des Klinikums und eine Apotheke im Erdgeschoss eingezogen.

In diesem Haus befinden sich zudem Eigentumswohnungen, keine Mietwohnungen, wie es der VR-Bankverein als neue Geschäftsidee plant. Infolge der dauerhaften Niedrigzinsphase müsse die Genossenschaftsbank ihre Geldanlagepolitik verändern, erläuterte Balk. Mit der Idee, in den Vermietungssektor einzusteigen, habe man offene Türen eingerannt. Der Mietobjektbau komme bei den Kunden sehr gut an, sagte Balk. Statt Zinserträgen generiere man Mieterträge und unterstütze gleichzeitig die Stadtentwicklung – nicht nur in Bebra, sondern mit 25 Projekten in der Region und einer Gesamtinvestition von 30 Millionen Euro. (ank)

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