Vorstand kündigt Zusammenlegung an drei Standorten an

VR-Bankverein zieht Bilanz: Fusion teuer, aber lohnenswert

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Zogen Bilanz des ersten Jahres nach der Fusion: Die Vorstandsmitglieder Hartmut Apel (von links), Hans-Georg Germeroth, Wilfried Stolz und Thomas Balk.

Hersfeld-Rotenburg. Etwas mehr als ein Jahr nach der Fusion zieht der Vorstand des VR-Bankvereins Bad Hersfeld-Rotenburg eine positive Bilanz.

Die Fusion sei in Rekordzeit und erfolgreich umgesetzt worden, aber mit „deutlich mehr als 500 000 Euro“ auch teuer gewesen. Daher sei das Betriebsergebnis nur leicht gestiegen und liege jetzt bei 6,4 Millionen Euro, gegenüber 6,1 Millionen im Vorjahr. Über die Erwartung des Vorstands hinaus ist die Zahl der Mitglieder gewachsen. Sie liegt mit 585 Neuanmeldungen bei 23 693. „Trotz der derzeitigen Krise ist unser Geschäftsmodell offenbar attraktiv“, sagte Balk, das Vertrauen in die Bank sei ungebrochen.

Balk kündigte die Zusammenlegung von drei Geschäftsfilialen an. In Sontra und Bebra wird es eine gemeinsame Filiale am Standort des Bankvereins geben, während die der VR-Bank geschlossen werden. In Rotenburg bleibt die ehemalige VR-Bankfiliale bestehen, während die des Bankvereins aufgegeben wird. Arbeitsstellen werden dabei laut Vorstand nicht gestrichen. „Gleichwohl kann es sein, dass wir manche Stellen nicht mehr nachbesetzen werden, wenn jemand in den Ruhestand geht“, sagte Vorstandsmitglied Hartmut Apel. Grund dafür sei die durch Digitalisierung gestiegene Effizienz. Perspektivisch würde der Personalbedarf aber wieder steigen, so Balk. Derzeit beschäftigt das Geldinstitut 205 Angestellte im Finanzwesen.

Weitere Fusionen schließt der Vorstand nicht aus. „Unser Ziel ist es, die Organisation hier im Landkreis zu halten. Wenn es aber wirtschaftlich keinen Sinn macht, muss man in ein Oberzentrum gehen, und das wollen wir nicht“, sagte Vorstandsmitglied Hans-Georg Germeroth. Dennoch gebe es permanent Gespräche. „Wir sind für alles offen“, so Balk.

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