Im Kreisheimatmuseum erinnert eine Ausstellung an Peter Zirbes

Der wahre Heimatmaler

Landschaft, wie es sie nicht mehr gibt: Vor einem Gemälde von Peter Zirbes die Ausstellungsmacher Franz und Claudia Mansky sowie Jürgen Dietrich, links, von der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg, dem Sponsor der Ausstellung. Hinten links ein Selbstbildnis des Malers. Foto: Schäfer-Marg

Rotenburg. Am liebsten hätte Peter Zirbes seine Bilder verschenkt. Nur ungern nannte er einen Preis für seine Porträts oder die Ölgemälde. Denn, so erfuhren die Gäste einer Vernissage am Mittwochabend, „zu Geld hatte Zirbes kein Verhältnis“. Das geht aus einem Text seines Neffen hervor, den Claudia Mansky zur Eröffnung der Ausstellung „Peter Zirbes – Werke“ im Kreisheimatmuseum in Rotenburg vorlas.

160 Werke des Mannes, der für Rotenburger „Inbegriff des Heimatmalers“ (Bürgermeister Manfred Fehr) war, hat Franz Mansky zusammengetragen. Leihgaben erhielt er von Rotenburgern, aus den Stadtteilen, aber auch aus Heinebach.

So findet der Besucher eine Fülle von Landschaftsbildern, die eben Feld und Flur zeigen, „wie manche sie sich heute noch wünschen“, konstatierte der Bürgermeister.

Köpfe auf Papier

Am berühmtesten sind jedoch Peter Zirbes gezeichnete Porträts. Binnen kürzester Zeit vermochte er die Köpfe seiner Zeitgenossen präzise auf Papier zu bannen. Auch seine gezeichneten Stadtansichten gehören schon lange zu beliebten Geschenken für ehemalige Rotenburger. Denn sie zeigen die Stadt in bestem Licht und wecken bei den Weggezogenen Erinnerungen und Heimweh.

Ein Stock, eine Baskenmütze, Rucksack und Dreibein gehörten zur Standardausstattung des Malers, der 1988 im Alter von 90 Jahren in Rotenburg gestorben ist. Auch diese Gegenstände gehören zur Ausstellung. Was naturgemäß fehlt, ist der Stumpen, den er stets zwischen den Lippen hatte.

Eine Sammlung von Zirbes-Bildern konnte man in Rotenburg zuletzt vor 25 Jahren sehen. Damals lebte der Künstler noch, der nach dem Zweiten Weltkrieg seine neue Heimat in der Fuldastadt fand und dort er über Jahrzehnte praktisch zum Stadtbild gehörte. Die Stadt hat einen Brunnen im Viertel „Türkei“ nach ihm benannt.

Die Vernissage wurde musikalisch von Juliane Plümpe und Lena Deist mit Querflöten gestaltet. Franz Mansky dankte seiner Frau Claudia, der scheidenden Leiterin des Kreisheimatmuseums, Sabine Sindermann, dem Leiter der Rotenburger Sparkasse, Jürgen Dietrich, sowie Joachim Wagner für die Unterstützung beim Aufbau der Ausstellung.

Die Werke von Peter Zirbes können noch bis zum 22. Mai mittwochs, freitags und sonntags von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden.

Von Silke Schäfer-Marg

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