Moral statt Konkurrenzdenken: Fachoberschüler entwarfen neue Gesellschaftsspiele

Mit wahren Werten siegen

Die Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Gestaltung präsentieren stolz ihre selbstentworfenen Gesellschaftsspiele, die sie gemeinsam mit Nadine Richter – siebte von rechts – entworfen haben. Foto: Knierim

Bebra. Alle Welt kennt das Spiel „Monopoly“, aber kennen Sie schon „Wertopoly“? Schülerinnen und Schüler der Klasse 12 der Fachoberschule Gestaltung der Beruflichen Schulen Bebra haben jetzt in einem fachübergreifenden Projekt in den Fächern Produktgestaltung und Religion neue Formen von Gesellschaftsspielen entwickelt. Die Idee stammte von Referendarin Nadine Richter, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule.

Bei diesen Spielen geht es nicht darum, als Erster im Ziel anzukommen, sondern moralisch richtig zu entscheiden und sich Gedanken um Werte und Normen zu machen. So ist auch der bezeichnende Titel eines weiteren Spiels „Gewissensbisse?“. Dabei werden die Spieler vor alltägliche Entscheidungen gestellt, bei denen die Konsequenzen ihres Handelns den Spielverlauf bestimmen.

In einem anderen Spiel müssen alle Mitspieler eine Spielfigur bewegen. Zum Ziel kommt man dabei nur, wenn sich alle Partner gemeinsam auf ein angemessenes Verhalten verständigen können.

Bei dem Spiel Licht und Schatten erfahren die Spieler durch Entscheidungsfragen in Situationen, ob sie sich moralisch richtig verhalten haben oder ob sie noch an sich arbeiten müssten. In „Wertopoly“ geht es nicht um Straßen und Hotels, sondern um Krankenhäuser und soziale Dienste im Alltag. Gewinner des Spieles ist derjenige, der den Mitmenschen am meisten geholfen hat. In weiteren Angeboten werden Probleme der Dritten Welt sowie Arbeitslosigkeit und Armut in Deutschland spielerisch aufbereitet.

Esther Ballweg, Lehrerin für Produktgestaltung, betont: „Das Wichtigste ist, dass diese Spiele zur Diskussion anregen und nicht nur einen Sieger haben.“

In Ausstellung zu sehen

Die fertigen Spiele sollen bei der alljährlichen Ausstellung „Art“ an den Beruflichen Schulen der Öffentlichkeit präsentiert werden. (pgo)

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