Warnecke mit 98 Prozent von Kreis-SPD wiedergewählt

Weiter an der SPD-Spitze: Der geschäftsführende Vorstand des SPD Unterbezirks Hersfeld-Rotenburg besteht aus – auf unserem Bild von links – Ralf Orth, Ralf Hilmes, Karten Vollmar, Torsten Warnecke, Tanja Hartdegen, Manfred Fehr, Helmut Opfer und dem neu als Kassierer hinzugekommenen Heinz Schneider. Foto: Gottbehüt

Heinebach. Der alte und neue Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Hersfeld-Rotenburg heißt Torsten Warnecke. Mit beachtlicher Mehrheit wurde er beim Parteitag am Freitagabend wiedergewählt.

Der 54-jährige Bad Hersfelder, der seit 2008 für den Wahlkreis Hersfeld als direkt gewählter Abgeordneter im Landtag sitzt, bekam im Haus der Generationen in Heinebach von 93 Stimmberechtigten insgesamt 91 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme. Damit erreichte er zwar nicht ganz den per Zwischenruf „mach’ uns den Schulz“ geforderten Maximalwert von 100 Prozent, blieb aber mit 98 Prozent nur ganz knapp hinter dem Ergebnis des vor einer Woche neu gewählten SPD-Parteivortsitzenden und Kanzlerkandidaten Martin Schulz.

Und der war beim Parteitag in Heinebach, der von bester Laune geprägt war, allgegenwärtig. Staatsminister Michael Roth, der zu Warneckes ersten Gratulanten gehörte, hatte eine Video-Grußbotschaft an die Teilnehmer des SPD-Unterbezirksparteitages von Schulz im Gepäck. In einer kämpferischen Rede schwor Roth, der am 24. September wieder das Direktmandat für den Wahlkreis 169 holen will - zu dem neben dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg auch der Werra-Meißner-Kreis gehört - seine Genossen auf den Bundestagswahlkampf ein.

Torsten Warnecke, der seit 2011 Vorsitzender des SPD Unterbezirks im Landkreis ist und der dieses Amt damals als Nachfolger von Michael Roth übernommen hatte, nahm seine nunmehr dritte Wiederwahl dankend an. In seinem Bericht hatte er, der selbst seit 2006 auch im Kreistag sitzt und dort stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion ist, zuvor auf die Verdienste der politischen Arbeit der SPD verwiesen. Die Partei sei stolz darauf, in allen 20 Kommunalparlamenten im Landkreis vertreten zu sein.

Auch in den weiteren Vorstandsämtern setzten die Genossen in ihrer Abstimmung auf Kontinuität: Einzig Helmut Miska aus Ronshausen war aus dem Vorstandsteam nicht mehr zur Wiederwahl angetreten. Nach 30 Jahren im Vorstand und zuletzt 15 Jahren als Kassierer wolle er einem Jüngeren Platz machen, sagte das 70-Jährige SPD-Urgestein. Sein Kreistagsmandat wird Miska allerdings weiter wahrnehmen. Miskas Platz als Kassierer wird künftig von Heinz Schneider aus Oberellenbach besetzt, der mit 89 von 90 Stimmen gewählt wurde. Der 58-Jährige ist Steuerberater und sitzt für die SPD im Alheimer Gemeindeparlament. Zudem wurden in den geschäftsführenden Vorstand gewählt: Manfred Fehr als 1. Vize-Vorsitzender (86 von 91 Stimmen) sowie Ralf Hilmes (88 von 90 Stimmen), Helmut Opfer (87 von 90 Stimmen), Karsten Vollmar (86 von 90 Stimmen) und Ralf Orth (89 von 90 Stimmen) als weitere Stellvertreter von Warnecke.

Und den Schulz machte dann doch noch jemand - eine Frau: Tanja Hartdegen wurde mit 86 von 86 abgegebenen Stimmen zur Schriftführerin und „Miss 100 Prozent“ gewählt.

Mehr zum SPD-Unterbezirksparteitag in Heinebach lesen Sie in der gedruckten Montagausgabe.

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