SPD nominiert Landtagsabgeordneten als Kandidaten

Torsten Warnecke will Landrat werden

Der SPD-Landtagsabgeordnete Torsten Warnecke ist von seiner Partei als Landratskandidat nominiert worden.
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Torsten Warnecke (SPD) will Landrat werden

Die SPD hat ihren Landtagsabgeordneten Torsten Warnecke als Landratskandidaten nominiert. Bei einem Unterbezirksparteitag in Philippsthal erhielt Warnecke 98,4 Prozent der Stimmen.

Philippsthal - Torsten Warnecke erhielt 61 von 62 abgegebenen Delegiertenstimmen bei einer Enthaltung und tritt damit am 14. März gegen Amtsinhaber Dr. Micheal Koch (CDU) an. Zugleich verabschiedete die SPD ihre 92 Kandidaten umfassende Liste für den Kreistag.

In seiner Bewerbungsrede kritisierte Warnecke „weltfremde Ideen und Planlosigkeit“ von Landrat Koch in Sachen Klinikum. Gleichzeitig forderte er vom Land „massive Unterstützung“ für die Kliniken und kritisierte die aus seiner Sicht mangelhafte Finanzausstattung des Gesundheitswesens durch Land und Bund. Warnecke sagte, er wolle nicht nur die Landratswahl gewinnen, sondern auch mit der SPD stärkste Fraktion im Kreis werden. In einem Interview mit unserer Zeitung sprach sich der 58-jährige SPD-Politiker zudem dafür aus, die Kommunikation zwischen den Kreispolitikern und der Verwaltung zu verbessern. Mit ihm als Landrat werde es keine betriebsbedingten Kündigungen an den Kliniken geben, sagte Warnecke.

Rückendeckung erhielt Warnecke von führenden SPD-Politiker aus der Region. Die SPD-Landtagsabgeordnete für den Kreisteil Rotenburg, Karina Fissmann, bezeichnete Warnecke als „Anwalt für Hersfeld-Rotenburg und den ländlichen Raum“ und nannte die Politik des amtierenden Landrats Koch in der Klinikfrage „schizophren“. Es sei an der Zeit, dass wieder jemand mit Haltung ins Landratsamt einziehe und „Wortbruch abgewählt wird“, sagte sie in Anspielung auf Koch, der seine politische Zukunft mit dem Gelingen der Fusion von Klinikum und HKZ verknüpft hatte.

Gastredner auf dem Parteitag war der Staatsminister für Europa, Michael Roth, der in einer leidenschaftlichen Rede von Corona-Leugnern, Nationalisten und Populisten warnte. „Deren Politik muss schmerzhaft auf die Schnauze fallen“ sagte Roth in Philippsthal. Zugleich warb er für Warnecke als Landratskandidaten. »

(Kai A. Struthoff)

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