Streik wird fortgesetzt

Warnstreik: In Bad Hersfeld fährt kein Stadtbus

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Bad Hersfeld - Zu einem unbefristeten Streik hat die Gewerkschaft Verdi die Fahrer privater Busunternehmen in Hessen am Dienstagmorgen aufgerufen.

+++ Aktualisiert um 14.30 Uhr +++

Die Gewerkschaft Verdi zeigte sich am ersten Tag des unbefristeten Streiks in der privaten Busbranche Hessen zufrieden. Rund 3.100 Busfahrerinnen und Busfahrer hätten sich beteiligt. Streikleiter Jochen Koppel zieht eine positive Bilanz: „Fast alle, die wir aufgerufen haben, waren heute auf der Straße vor ihren Betriebshöfen. Die Busse standen weitgehend still, die Stimmung unter den Fahrern ist entschlossen. Sie wollen ein verhandelbares Angebot von den Arbeitgebern.“

Der Streiktag sei bis auf einige kleinere Vorfälle wie geplant verlaufen. So seien beispielsweise in Schlüchtern, Bad Hersfeld und Hanau Streikbrecher unterwegs. Der Hanauer Betriebsleiter habe eine Geldprämie für Fahrer ausgelobt, die trotz des Streiks fünf Tage lang fahren. Andernorts versuchten Unternehmen laut Verdi den Streik zu sabotieren, indem sie Tage im voraus Busse außerhalb des Betriebshofes versteckt parkten, die dann heute in Betrieb gesetzt werden konnten.

Der Streik wird morgen im gleichen Umfang fortgesetzt, teilt Verdi mit.

+++ Aktualisiert um 13.15 Uhr ++++

Der bereits am Montag angekündigte unbefristete Busfahrer-Streik hatte am Dienstag auch Auswirkungen im Kreis Hersfeld-Rotenburg. Betroffen waren laut NVV die Linien 303 bis 315. Kunden meldeten jedoch auch Ausfälle auf den Linien 320, 330, 331, 335, 340, 341 und 345. 

In ganz Nordhessen habe es bei circa 40 Linien Einschränkungen gegeben, davon seien geschätzt 20 000 bis 30 000 Fahrgäste betroffen gewesen. Auch heute soll der Streik fortgesetzt werden. Hintergrund ist die Auseinandersetzung über einen neuen Tarifabschluss. Online informiert der NVV soweit möglich aktuell unter www.nvv.de/streik.

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In Bad Hersfeld fährt aktuell kein Stadtbus. Auch im Landkreis kann es daher zu Behinderungen nicht nur im Schul- und Berufsverkehr kommen. Wie der NVV weiter mitteilt, werden im Linienbündel Hersfeld-Ost die Gemeinden Philippsthal, Heringen, Friedewald, Hohenroda und Schenklengsfeld aktuell bedient. Betroffen vom Streik ist dagegen auch die Marktgemeinde Eiterfeld.

Quelle: Hersfelder Zeitung

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