Alle Parteien in Bebra zeigen sich mehr oder weniger zufrieden mit dem Wahlausgang

Es warten große Aufgaben

Bebra. Das Wahlergebnis hätte zwar besser sein können, doch völlig unzufrieden ist Bebras Bürgermeister und CDU-Spitzenkandidat Horst Groß nicht: „Die Bebraner haben mehrheitlich die gewählt, die die Stadt voranbringen wollen, also die bürgerlichen Gruppierungen.“

Groß vermutet, dass seine Partei zwei Sitze an Gemeinsam für Bebra abgeben musste. Mit dieser Fraktion habe man in der Vergangenheit zusammenarbeiten können. Der Wahlkampf ist zwar jetzt vorbei, aber Groß hat die Schärfe noch drauf: „Die Bebraner wissen, dass die Neinsager-Partei nicht die richtige für sie ist.“

Damit meint er die SPD, die einen Sitz verloren hat. Deren Spitzenkandidat Bernd Holzhauer ist zufrieden, dass die CDU zwei Sitze verloren hat, findet es aber „nicht so schön, dass die SPD davon nicht profitiert.“ Eigentlich hätte er von den Bebranern mehr Stimmen erwartet, weil die Stadtsanierung so lange stillstand und die Debatte um die Rathaussanierung noch nachwirke. Holzhauer geht ohnehin davon aus, dass sich Mehrheiten in der Kommunalpolitik sachorientiert finden.

Keine Machtkarte

Ein Ansatz, den auch der „sehr zufriedene, überglückliche“ Volkmar Hanf von Gemeinsam für Bebra richtig findet. Seine Fraktion hat nun zwei Sitze hinzugewonnen – „das ist Grundlage für die Arbeit, die wir eigentlich anstreben“, sagt Hanf. Jetzt werde das Gespräch zwischen den Fraktionen etabliert, keine könne die „Machtkarte“ zücken, weil alle Fraktionen aufeinander angewiesen seien. Auch die FWG hat einen Sitz hinzugewonnen.

In der Tat müssen die Parteien künftig mehr miteinander verhandeln, wenn sie in der Stadt etwas bewegen wollen. Dort warten große Aufgaben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.