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Warum die Rhinaer „Bachseicher“ genannt werden

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Von: Laura Hellwig

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Der Rhinabach vor dem Gasthof „Zum weißen Ross“, der heute geschlossen ist.
Der Rhinabach vor dem Gasthof „Zum weißen Ross“, der heute geschlossen ist. © Laura Hellwig

Fast jeder Ort hat einen Uznamen. Meist sind dies Spitznamen voller Spott, Neid oder gar Überheblichkeit: Zum Beispiel die „Bachseicher“ aus Rhina im Haunetal.

Rhina – Durch den Haunetaler Ortsteil Rhina fließt ein gleichnamiges Gewässer – der Rhinabach. Dieser hat den Rhinaern ihren Uznamen verliehen: Bachseicher.

Die Geschichte zu dem Spottnamen ist schnell erzählt: Früher, als der Bach noch mehr auf Höhe der danebenliegenden Straße verlaufen ist, habe der eine oder andere den Bach als Toilette benutzt und sich im Bachlauf erleichtert, berichtet der Rhinaer Kurt Bolender. Das sei vermehrt während der Kirmes und anderen Feiern im nahegelegenen Gasthof „Zum weißen Ross“ vorgekommen, vermutet Hans-Jürgen Nemluvil, Vorsitzender des Heimatvereins Rhina. Er versichert aber, dass der eher wenig charmante Uzname nicht als Schimpfwort gegen die Rhinaer verwendet würde.

Vor dem Umbau in den 1950er Jahren sei das Gewässer deutlich breiter gewesen, selbst Pferde hätten damals den Bach durchquert, berichtet Hans-Jürgen Nemluvil. Heute ist der Rhinabach ein schmalerer, tiefergelegter Kanal.

Übrigens: Wer seine Notdurft in der Öffentlichkeit verrichtet und dabei erwischt wird, der muss mit einem Verwarn- oder Bußgeld zwischen 35 bis 5000 Euro rechnen. „Wildpinkeln“ in besonders schweren fällen kann sogar mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr geahndet werden, heißt es im aktuellen Bußgeldkatalog.  (lah)

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