Wechsel vor der Premiere bei Bad Hersfelder Festspielen

Dieter Wedel und Holk Freytag müssen zentrale Rollen kurzfristig umbesetzen

Holkl Freytag und Dieter Wedel

Bad Hersfeld. Kurz vor den Festspiel-Premieren gibt es zwei Umbesetzungen von zentralen Rollen. In der „Komödie der Irrungen“ muss Intendant Dieter Wedel aus gesundheitlichen Gründen auf Lucas Prisor verzichten, der die Rolle des Antipholus spielen sollte. Er wird nun durch Christian Schmidt ersetzt.

Auch Holk Freytag muss für den „Zerbrochnen Krug“ umplanen. Weil Hersfeld-Preisträger Markus Gertken eine Filmrolle übernommen hat, wird nun Sébastien Jacobi die Rolle des Ruprecht spielen.

Intendant Wedel bedauert das gesundheitsbedingte Ausscheiden von Lucas Prisor. „Ich habe Respekt vor seinem Engagement, Fleiß und seiner Einsatzfreude bei den Proben“, sagt Wedel. Christian Schmidt wird nun kurzfristig einspringen und die Rolle des Antipholus spielen. Glück im Unglück: Er gehört zu den Schauspielern, die von Dieter Wedel für diese Rolle gecastet wurden und in die engste Wahl kamen.

Christian Schmidt ist in Bad Hersfeld kein Unbekannter: 1999 spielte er bei den Festspielen in der Stiftsruine den Claudius in „Viel Lärm um nichts“ unter der Regie von Karl-Herrmann Risse. Für den Schauspieler bedeutet der Antipholus eine doppelte Herausforderung, denn er spielt zusätzlich auch in den „Sommernachts-Träumereien“ den Theseus/Oberon. Ein solches Pensum schaffe nur ein erfahrener Theaterschauspieler mit beeindruckender Kraft, sagt Dieter Wedel. Christian Schmidt studierte Schauspiel an der renommierten Schauspielschule Ernst Busch in Berlin-Schöneweide und verfügt über viel Bühnen- und Fernseherfahrung. So war in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen und Serien wie „Der Untergang“, „Der Baader Meinhof-Komplex oder dem „Tatort“ zu sehen.

Umdenken muss auch Regisseur Holk Freytag für seinen „Zerbrochnen Krug“, denn Markus Gertken wurde kurz nach Probenbeginn eine große Rolle in einem Film angeboten. Er und Holk Freytag haben sich daraufhin darauf geeinigt, dass er diese Chance wahrnehmen kann. Holk Freytag freut sich, dass er in Sébastien Jacobi einen Schauspieler gefunden hat, der die Rolle schnell und mit Bravour übernommen hat.

Sébastien Jacobi hat seine Schauspielausbildung 1996 an der Hochschule für Musik & Darstellende Kunst (HfM&DK) in Frankfurt/Main absolviert und hatte unter anderem Unterricht bei Dennis Hopper.

Danach folgten feste Engagements als Schauspieler zum Beispiel am Theater Basel, Theater Dortmund, Schauspiel Köln und zuletzt bei Oliver Reese am Schauspiel Frankfurt. Als Gast spielte er in Mainz, Darmstadt, Berlin und Bregenz.

Das Fernsehpublikum sah ihn unter anderem im Frankfurter Tatort „Wer das Schweigen bricht“. Für das Kino spielte er „Jack“ von Edward Berger, der auch im Wettbewerb der Berlinale 2014 lief. Seit 2008 arbeitet er auch regelmäßig als Regisseur und Bühnenbildner. (red/kai)

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