Freiwillige Feuerwehr Weiterode feierte 125-jähriges Bestehen mit Festkommers

Wehr reiste durch die Zeit

Arbeit macht Spaß: der Feuerwehr-Bautrupp in der ersten Hälfte der 80er-Jahre bei einer „Arbeiterschutzpause“. Fotos:  Vöckel

Weiterode. Geschichte lebendig erleben - das war ein Anliegen der Freiwilligen Feuerwehr Weiterode. Umgesetzt wurde das Vorhaben beim Festkommers zum 125-jährigen Bestehen der Wehr in Ellis Saal.

In einer Zeitreise stellten die Brandschützer wichtige Ereignisse aus ihrer Historie vor. Weitere Höhepunkte der Jubiläumsfeier waren die Auftritte der Bambini- und Jugendfeuerwehren sowie der Feuerwehrfrauen als Tänzerinnen. Zum Jubiläum gratulierten viele Gäste.

Für und Wider

Nachgestellt wurde eine Sitzung der Weiteröder Gemeindevertretung aus dem Jahr 1886. Das Für und Wider einer Feuerwehr diskutierte der Bürgermeister (Patrick Herwig) mit den Gemeinderäten (Patrick Schlegel, Sebastian Schulz und Martin Schade) und dem Schriftführer (Rainer Schweitzer). Ihre Erkenntnis: Durch das gesetzliche Dekret der Regierung muss eine Feuerwehr gegründet werden. Verpflichtet zur Teilnahme an den Übungen und den Einsätzen wurden alle Männer im Alter von 18 bis 60 Jahren.

Die erste Sirene im Ort war das Thema von Sonja und Gerd Koch. Auf dem Dach des alten Bürgermeisteramts war sie 1951 installiert. Zur ersten Übung sollte sie nun die Feuerwehrkameraden am späten Freitagabend rufen.

Erster Alarm ging schief

Doch welch ein Dilemma. Das Bürgermeisteramt war schon geschlossen. Man konnte den Knopf für die Signalisierung nicht drücken. Der war im Amtszimmer des Bürgermeisters angebracht - und der war schon lange zu Hause. Das Fazit der ausgebliebenen Alarmierung: Gut, das es kein Ernstfall war. Der Alarmknopf für die Sirene wurde daraufhin an einer Außenwand des Bürgermeisteramtes verlegt.

Sportliche Truppe

Als sportliche Wettkampftruppe in den 70er-Jahren stellten sich Werner König, Marco Schlegel, Oliver Kraus, Patrick Canny, Frank Freitag, Karl-Heinz Eisel und Tobias Gorlt vor. Sie hatten bei der Übung ihre liebe Mühe mit Steck-, Zieh- und Wehrleitern, dem Knoten im Löschschlauch und dem Anfertigen solcher am Balken. Meistens belegten sie hervorragende Plätze - nur in den Ranglisten von unten her.

Getränke mit Schuss

Spaß an der Arbeit hatte der Bautrupp der Wehr beim Errichten des Feuerwehrgerätehauses. „Erst mal legen wir eine Arbeiterschutzpause ein“, befahl der Vorarbeiter (Jürgen Schulz) seinen Helfern (Bernd Hostein, Rolf Koch, Manfred Gollmer, Volker Schulz und Robert Gorlt). Zum Erwärmen gab es Getränke mit Schuss. Die Folge: Lustige Lieder erklangen auf der Baustelle. Die Feststellung von Moderator Thomas Gerlach: „Trotz der schöpferischen Pausen sind alle Wände im Feuerwehrgerätehaus gerade geworden.“

Warum bin ich bei der Bambini-Feuerwehr? Diese Frage beantworteten die Kinder der Nachwuchsgruppe. Die Jugendlichen präsentierten den Besuchern alte und neue Modelle aus der Feuerwehrkollektion für Einsätze, Übungen und Feiern. Den Abschluss der Jubiläumsfeier bildete der umjubelte Auftritt der Feuerwehrfrauen mit einem Tanz.

Von Herbert Vöckel

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