Blockflöten, Geigen und Gesang im Audimax am Obersberg

Geschenke für die Ohren: Weihnachtskonzert der Musikschule

Bad Hersfeld. Die einen oder anderen stilisierten Geschenkpakete lagen beim Weihnachtskonzert der Musikschule des Landkreises schon gleich auf der mit einem Weihnachtsbaum dekorierten Bühne des Audimax der Modellschule Obersberg. Die viel schöneren, mit dem Ohr wahrnehmbaren, packten die Schülerinnen und Schüler dann nacheinander aus.

Einer guten Tradition folgend war es zunächst Sache des neuen Leitungsduos der Musikschule, Timo Wichmann und Sabine Kreutzer, das Publikum zu begrüßen und zu ermuntern, ein klein wenig abzuschalten, sich zu besinnen und auf vielgestaltige Musik einzulassen. Das fiel leicht bei dem von Bärbel May geleiteten, mit Hingabe spielenden jungen Blockflötenensemble, das mit „Glockenläuten“ und weiteren Weisen auf den Sinn von Advent und Weihnachten aufmerksam machte.

Es folgten das Gitarrenorchester von Sabine Kreutzer, das von bekannten amerikanischen Weisen gespeiste „Christmas Lights“ entzündete, sowie die junge Pianistin Leonie Ragotzky, die mit ihrer Lehrerin Daiva Zekaite vierhändig und mit viel Gefühl über „First Noel“ improvisierte. Durchaus anspruchsvolle Stücke präsentierte die von Anastasia Boksgorn geleitete, aus zehn jungen Damen und „nur“ zwei jungen Herren bestehende Gruppe „Geigensterne“, die vor allem mit „Carol of the Bells“ und dem von Geigen eher selten interpretierten „Hallelujah“ des vor kurzem verstorbenen Sängers Leonard Cohen zu begeistern wusste.

Mit „Misty“ von Errol Garner gab sich die von Madlen Grebe (Querflöte) und Daiva Zekaite (Klavier) begleitete Nachwuchssängerin Hanna Kimpel-Freund ganz schön jazzig. Clara Fischer und Isabel Reichel überzeugten als Solopianistinnen – die eine mit dem abwechslungsreich gespielten Stück „Adeste Fideles“, die andere ganz ohne Noten und scheinbar mühelos über die Klaviertasten hinweggleitend mit einer Sonate von Ludwig van Beethoven.

Besinnliche Texte

Weitere Mitwirkende waren ein von Heike Prause (Englischhorn), Angelika von der Ehe (Fagott) und Jürgen Nothbaum (Oboe) gebildetes Bläsertrio und ein Saxophonquartett, das mit viel Lust den „Maple Leaf Rag“ von Scott Joplin interpretierte.

Zu den Höhepunkten des knapp zweistündigen, mit besinnlichen Texten bereicherten Konzertnachmittags zählten der vom Streichorchester unter der Leitung von Olaf Wald aufbereitete Soundtrack aus dem Film „Frozen“ und der vom Blasorchester unter der Leitung von Andreas Winter kraftvoll gespielte Marsch aus der Nussknacker-Suite von Peter Tschaikowsky und natürlich der „Sleigh Ride“ von Leroy Anderson, bei dem man den „Winterwonderland-Schlitten“ fast schon über die Bühne fahren sah.

Absolutes Ausrufezeichen war der gemeinsame Auftritt von fast 100 Mitwirkenden, die für ihr „Merry-Christmas-Potpourri“ mit Applaus und Bravo-Rufen gefeiert wurden und die natürlich nicht um eine Zugabe herumkamen.

Von Wilfried Apel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.