Vorbereitungen laufen

Weihnachtsmärkte in Bad Hersfeld, Bebra und Rotenburg sollen stattfinden

In Bebra soll der Weihnachtsmarkt 2021 „standardmäßig“ stattfinden. Die Lichterketten liegen schon bereit. Stadtentwicklungschef Stefan Pruschwitz plant für die Feierei auf dem Rathausmarkt eine Besonderheit, erstmals soll auch das Rathaus angeleuchtet werden.
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In Bebra soll es 2021 einen „normalen“ Weihnachtsmarkt geben. Die Lichterketten liegen schon bereit. Stadtentwicklungschef Stefan Pruschwitz plant für die Feierei auf dem Rathausmarkt eine Besonderheit, erstmals soll auch das Rathaus angeleuchtet werden.

Nach den pandemiebedingten Absagen im vergangenen Jahr sollen die Weihnachtsmärkte im Landkreis Hersfeld-Rotenburg diesen Winter wieder stattfinden.

Hersfeld-Rotenburg – In Rotenburg laufen die Vorbereitungen bereits, in der Kreisstadt Bad Hersfeld herrscht indes offenbar noch Unklarheit über Ort und Zeit. In anderen Kommunen des Kreises sind ebenfalls kleine Märkte geplant. Der Weihnachtsmarkt in Rotenburg soll vom 3. bis 19. Dezember Besucher anlocken. „Wir sind guter Dinge, dass er stattfinden kann“, sagt der Vorsitzende des Weihnachtsmarktvereins, Martin Kohl.

Ziel sei es, möglichst genauso viele Buden zu bestücken wie vor zwei Jahren – also rund 20. Ein Rahmenprogramm sei aber nicht zu stemmen, so Kohl. Es habe bereits Gespräche zum Thema Coronavirus und Hygiene mit dem Ordnungsamt gegeben und der Verein habe Bauzäune für eventuell notwendige Absperrungen erworben. Wenn die Pandemie und das Gesundheitsamt dem Verein keinen Strich durch die Rechnung machten, sollte der Markt möglich sein.

Weihnachtsmarkt in Bad Hersfeld könnte erstmals im Stiftsbezirk stattfinden

In Bad Hersfeld könnte der Weihnachtsmarkt – wie schon das Weinfest im Sommer – dieses Jahr erstmals im Stiftsbezirk stattfinden. Das hat Bürgermeister Thomas Fehling zumindest in seiner Lolls-Rede verkündet. Abschließend entschieden worden sei darüber noch nicht, heißt es aus gut unterrichteten Kreisen. Derzeit laufe die Planungsphase. Fehling und die Pressestelle der Kreisstadt waren für Nachfragen nicht zu erreichen. Bisher fand der mehrwöchige Weihnachtsmarkt, der in der Regel nach Totensonntag beginnt, auf dem Linggplatz statt – auch, um Besucher in die Fußgängerzone zu locken.

In Bebra soll der stets am letzten November-Wochenende von Donnerstag bis Sonntag veranstaltete Weihnachtsmarkt „standardmäßig“ stattfinden, wie Stefan Pruschwitz, Geschäftsführer der Stadtentwicklung SEB, mitteilt. Die ersten Anmeldungen für die rund 20 Standplätze lägen schon vor. Sollte es notwendig sein, könne aber auch kurzfristig noch reagiert werden, heißt es.

Veranstalter schwanken zwischen Zuversicht und Zurückhaltung

Manche Organisatoren sind mit Blick auf die dann möglicherweise geltenden Corona-Regeln und die Entwicklung der Pandemie aber auch noch zurückhaltend.

„Wir wären heilfroh, wenn der Rotenburger Weihnachtsmarkt stattfinden kann“, sagt der Vorsitzende des Weihnachtsmarktvereins, Martin Kohl, und verweist auf eine Reihe von Festen, die in den vergangenen Wochen in Nordhessen gefeiert wurden. „Da war schon wieder vieles möglich“. Bei Bedarf sei es aber zum Beispiel auch möglich, die Abstände zwischen den Ständen zu vergrößern. Der Rotenburger Weihnachtsmarkt hatte es sogar in die Top-100 der beliebtesten deutschen Sehenswürdigkeiten 2019/20 geschafft – noch vor dem Münchener Christkindlmarkt. Zugrunde lag eine Umfrage der Deutschen Zentrale für Tourismus.

Konkrete Pläne sowie neue Ideen gibt es auch in Bebra, wo die Stände auf dem Rathausmarkt aufgebaut werden. Momentan geht SEB-Geschäftsführer Stefan Pruschwitz von einem „normalen“ Markt aus, bei Bedarf biete die örtliche Situation aber auch Variationsmöglichkeiten für Aufbau oder Kontrolle. Erstmals soll in diesem Jahr das Rathaus weihnachtlich beleuchtet werden, zudem ist ein „vorweihnachtlicher kulinarischer Impuls“ am Lokschuppen geplant.

Skepsis in Philippsthal beim traditionellen Wochenendmarkt im Schlosshof

In Bad Hersfeld herrscht noch Unsicherheit über die Gestaltung und den Ort des Weihnachtsmarktes. Eine Verlegung in den Stiftsbezirk wäre laut Achim Kniese, Vorsitzender des Bad Hersfelder Stadtmarketingvereins, aus touristischer Sicht sicher begrüßenswert, weil es etwas Besonderes wäre. Oder eben wenn ein Konzept wie beim Weinfest es verlange. Aus Sicht der Einzelhändler hingegen wäre ein Markt in der Fußgängerzone wünschenswert. Bestenfalls diskutiere man darüber mit allen Betroffenen.

Bei der Werbegemeinschaft Philippsthal ist man derweil noch unsicher, was den traditionellen Wochenendmarkt im Schlosshof betrifft. Vorsitzender Marco Stein ist aktuell eher skeptisch. Nächste Woche werde das Thema erneut beraten. Gerade in Heringen und Philippsthal seien die Infektionszahlen jüngst wieder gestiegen, gibt Stein zu bedenken. Eine abgespeckte Version sei für einen kleinen Verein eventuell auch noch kurzfristig möglich, das normale Programm mit großer Tombola benötige jedoch längeren Vorlauf. Auf jeden Fall stattfinden soll aber die Nikolaustour durch die Ortsteile.

In Heringen plant die dortige Werbegemeinschaft ihren Weihnachtsmarkt für Samstag, 11. Dezember, sofern die Bedingungen es zulassen. Das wurde bei der jüngsten Jahreshauptversammlung verkündet. (Nadine Meier-Maaz und Silke Schäfer-Marg)

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